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Jahresempfang Katholische Unternehmer
Das Geheimnis der nicht gehaltenen Lehne-Rede

Jahresempfang Katholische Unternehmer: Das Geheimnis der nicht gehaltenen Lehne-Rede
Die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Maria Fischer, mit Klaus-Heiner Lehne, Mitglied des Europäischen Rechnungshofs FOTO: Jürgen Bauer
Düsseldorf. Menschen lieben Verschwörungstheorien. Was macht das Auge auf dem Dollar-Schein? Lebt Uwe Barschel in einer WG mit Elvis Presley im Bernsteinzimmer? Waren die Schweizer wirklich nie auf dem Mond? Klaus-Heiner Lehne, Mitglied des Europäischen Rechnungshofs, weiß, wie man Menschen in Bann zieht.

Düsseldorf ist jetzt um eine Verschwörungstheorie reicher. Als Gastredner war Lehne beim Neujahrsempfang des Bundes Katholischer Unternehmer im Maxhaus. Demonstrativ hielt Lehne dann sein wirklich sehr seitenstarkes Manuskript mit der Überschrift "Europäischer Rechnungshof" in die Höhe.

Eine gute Rede sei das, eine Standardrede. Er halte sie immer wieder, und seine Mitarbeiter aktualisierten sie regelmäßig. Ängstliche Blicke im Publikum, bei Gastgeberin Maria Fischer (BKU-Vorsitzende), Henrike Tetz (Ev. Kirche) und Mechthild Teupen (IHK). Menschen denken mittags darüber nach, erste Abendtermine abzusagen. Doch dann verblüfft Lehne: "Ich werde die Rede nicht halten, ich könnte Sie Ihnen zumailen." Und dann erläutert Lehne mit einfachen präzisen Worten, was der EU-Rechnungshof so macht, als Kontrollinstanz der europäischen Instanzen, mit seinen Kammern und Rechten und Pflichten.

Kein Politiker-Gefasel, sondern eine gut gemachte EU-Rechts-Vorlesung. Und was wohl in der Ur-Rede stand? Wir werden es nie erfahren. Oder wir kriegen Lehnes Mail. (tb)

(tb)
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