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Cesar Millan
Der Hundeflüsterer kommt

Cesar Millan: Der Hundeflüsterer kommt
Cesar Millan blickt mit Hund Coco (der nicht sein eigener ist) aus seinem Zimmer im Hotel Courtyard im Medienhafen. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Hundetrainer Cesar Millan versteht es perfekt, sich zu vermarkten. Der US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln ist nicht nur Hauptdarsteller verschiedener TV-Realityshows (u. a. "Der Hundeflüsterer", "Cesar 911") die weltweit ausgestrahlt werden.

Der 46-Jährige verdient sein Geld außerdem mit Fan-Artikeln und hat mehr als acht Millionen Facebook-Anhänger. Nach einer ausverkauften Deutschland-Tour im vergangenen Jahr ist Millan am 12. Dezember im ISS Dome zu sehen. Karten gibt es bei www.westticket.de.

Nehmen Sie Ihre Hunde eigentlich immer mit, wenn Sie unterwegs sind?

Millan Wenn ich Presse-Termine mache, reise ich in kurzen Abständen von einer Stadt zur nächsten. Dann lasse ich sie zu Hause in Kalifornien. Auf meiner Tour sind dann aber zwei meiner Hunde dabei.

Ist es für die Tiere nicht anstrengend, mit Ihnen auf Reisen zu sein?

Millan Man muss die Hunde konditionieren. Das betrifft die Nahrungsaufnahme genauso wie das Trainieren der Blase. Schließlich gibt es im Flugzeug keine "Badezimmer-Pausen" für die Hunde. Viele Hunde werden beim Reisen ängstlich, weil sie urinieren müssen und gleichzeitig aber genau wissen, dass sie es nicht dürfen.

Es heißt, dass Menschen unterschiedlicher Nationalitäten sich Hunden gegenüber anders verhalten. Können Sie das bestätigen?

Millan Ja, nehmen Sie zum Beispiel Frankreich. Dort dürfen Hunde mit ins Restaurant kommen. In den USA ist das nicht erlaubt. In Mexiko sind Menschen ähnlich entspannt im Umgang mit Hunden wie in Frankreich. Dort laufen sie ohne Leine frei herum.

Haben Sie Besonderheiten in Deutschland festgestellt?

Millan Die Deutschen sind in vielerlei Hinsicht besonders (lacht). Die ganze Welt weiß, dass es hier viele Vorschriften und Regeln gibt. Meiner Ansicht nach gilt in Deutschland nicht das Gesetz des gesunden Menschenverstands, sondern des Trainings. Aber nicht nur der Hund, sondern auch die Menschen müssen trainiert werden - und zwar, bevor sie sich einen Hund zulegen.

Wie kann so ein Training aussehen?

Millan Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit Hunden kommunzieren können. Mein Ziel ist, Leuten zu zeigen, dass sie Erfolg haben, wenn sie gewissen Regeln folgen. Man muss mit Hunden viel üben, sie geistig herausfordern, ihnen Disziplin beibringen und ihnen zuletzt als Belohnung Zuneigung geben. Doch fast alle Menschen setzen einzig und allein auf Zuneigung.

Wie haben Sie sich Ihr Wissen über Hunde angeeignet?

Millan Man lernt viel mehr vom Leben als aus Büchern. Ich bin auf einer Farm aufgewachsen. Da wurde mir beigebracht, Tieren gegenüber immer respektvoll zu sein. Zum Beispiel, nicht nah an Pferden oder Hunden vorbeizurennen. Das ist die Basis für meine Philosophie.

Kennen Sie eigentlich Martin Rütter, ein bekannter deutscher Hundetrainer?

Millan Ja, er ist zu einer meiner Shows gekommen. Wir haben damals nicht die Hände geschüttelt, aber ich würde mich freuen, wenn das passieren würde.

Ihr Zwergspitz hat einen eigenen Instagram-Account ...

Millan Ja! (lacht)

Warum?

Millan Es gibt viele Wege, Leute auf meine Internetseite aufmerksam zu machen. Manche Menschen mögen kleine Hunde, manche große. Und manche mögen Katzen - denken sie an Grumpy Cat! Angeblich soll sie 100 Millionen Dollar eingenommen haben. Und das nur, weil sie schlecht gelaunt ist. Jan Wiefels

Quelle: RP
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