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Christoph Burk
Der Krisen-Redner

Christoph Burk: Der Krisen-Redner
FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Der Düsseldorfer Christoph Burk stand kürzlich vor einer besonderen Herausforderung: Der Autor ist beim internationalen Speaker-Slam der Scherer Academy im rheinland-pfälzischen Bernkastel-Kues angetreten.

Bei einem "Speaker-Slam" handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem Redner zu unterschiedlichen Themen selbst verfasste Texte innerhalb einer vorgegebenen Zeit einem Publikum vortragen, das am Ende gemeinsam mit einer Fachjury die Sieger kürt. Es geht dabei nicht nur darum, sein Fachwissen zu einem bestimmten Thema unter Beweis zu stellen, man muss es auch möglichst spannend und unterhaltsam präsentieren. Zehn Minuten Zeit hatte Burk, um sich mit seinem Auftritt gegen 32 Redner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu behaupten - und es gelang.

Mit seinem Vortrag zum Thema "Wie Unternehmen Chancen erkennen und meistern können, um eine Zukunft zu haben" hat er sich in der Kategorie "Wirtschaft" durchgesetzt und einen "Speaker Gold Award" gewonnen.

Für Burk war es die erste Teilnahme an einer solchen Veranstaltung, umso mehr freut er sich. Zwar habe er vor seinem Auftritt zunächst Lampenfieber gehabt, aber dann habe es ihm sehr viel Spaß gemacht, auf der Bühne zu stehen, so Burk. Darüber hinaus habe er von den Präsentationen der anderen Teilnehmer für seine eigenen Vorträge lernen können.

Als Speaker, Autor sowie als Berater von Vorständen und Managern oder, wie er es nennt, als deren "Sparringspartner" hat sich der 51-Jährige erst Anfang dieses Jahres selbstständig gemacht. Zuvor arbeitete er rund 30 Jahre als Unternehmensberater sowie als Geschäftsführer für namhafte Unternehmen wie beispielsweise Neckermann oder Thomas Cook. Dort war er vorrangig für die Bereiche Krisenmanagement, Restrukturierung und Unternehmenskommunikation zuständig.

Während dieser Zeit, so Burk, sei ihm deutlich bewusst geworden, wie wichtig es nicht nur für die Unternehmen, sondern ebenso für die Menschen in ihrem privaten Umfeld sei, Krisen möglichst frühzeitig zu erkennen und sie dann als Chancen zu begreifen. "Deshalb möchte ich gern Unternehmen und Menschen dabei helfen, ihre Chancen besser zu nutzen, um dadurch erfolgreicher zu werden", erklärt er. Und weil er während seiner beruflichen Tätigkeiten gelernt hat, vor vielen Menschen zu sprechen, beispielsweise um Mitarbeitern Restrukturierungsmaßnahmen zu verkünden, und er zudem immer mal wieder Fachartikel zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht hatte, lag es nahe, sich als Redner und Autor selbstständig zu machen. So bietet er heute, neben seiner Beratertätigkeit, Unternehmen oder Verbänden für deren Veranstaltungen so genannte Impulsvorträge an. Diese sollen die Zuhörer motivieren und anregen, selbst aktiv zu werden, um so schwierige Entscheidungssituationen besser zu meistern. "Entscheidungen zu treffen ist die normalste Sache der Welt und wichtig, um Erfolg zu haben", erklärt Burk. Oftmals würden in Unternehmen jedoch Entscheidungen zu spät getroffen und dadurch notwendige Restrukturierungsmaßnahmen nicht rechtzeitig eingeleitet, weiß er aus seiner langjährigen Berufserfahrung. Deshalb plant er bereits sein nächstes Projekt - er will ein Buch zu diesem Thema schreiben.

Unserer Redaktion verrät er fünf Tipps, wie jeder seine Rede besser gestalten kann:

1. Der Redner muss eine Verbindung zum Publikum aufbauen, und zwar durch gute Geschichten, Emotionen und Humor.

2. Reden und Vorträge werden immer für das Publikum gehalten und nicht für den Redner selbst.

3. Der Redner muss mit Leidenschaft und aus dem Herzen sprechen, nicht aus dem Kopf.

4. Eine Rede muss klare Botschaften enthalten und die Zuhörer zum Handeln motivieren.

5. Persönlichkeit und Charisma des Redners sind ganz entscheidend.

Beate Werthschulte

Quelle: RP
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