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Newcomer
Die Band The Buggs macht erfolgreich Pop-Musik

Düsseldorf. The Buggs, das sind sechs Düsseldorfer Jungs im Alter von 20 bis 22 Jahren. Karsten Wegner spielt genauso wie Victor Kohmann Gitarre und singt dazu noch, Juliusz Konieczny ist der Herr über die Drums, Kacper Sciechowski kümmert sich um den Bass. Die beiden sind auch noch im Boot: Jasper Möslein spielt Trompete und Klavier und Tobias Martin Saxofon.

Die Jungs kennen sich schon seit ihrer gemeinsamen Schulzeit am Kaiserswerther Suitbertus-Gymnasium. Sie sind nicht nur beste Freunde, die schon seit Jahren jeden Urlaub gemeinsam verbringen, sondern sie haben auch den gleichen Musikgeschmack. "Wir lieben die gleichen Bands, die Beatles, die Rolling Stones oder The Who sind unsere Vorbilder. Mit den aktuellen Chart-Songs können wir wenig anfangen", sagt Victor Kohmann, eines der vier Gründungsmitglieder der Band.

So ist die Musik von The Buggs insbesondere vom britischen Stil der 1960er bis 1990er Jahre beeinflusst und wird deshalb häufig als Classic Rock bezeichnet. Die Band selbst nennt ihre Musik inzwischen "Buggs Pop".

Gegründet wurde The Buggs Ende 2012 von Victor, Kacper, Julius und Karsten als Schulband des Gymnasiums, zunächst noch ohne Trompete und Saxofon, denn Jasper wurde erst Anfang 2014 Bandmitglied, Tobias im vergangenen Jahr. Zunächst haben sie - wie viele Bands in ihrer Anfangszeit - Cover ihrer Lieblingssongs gespielt, vor allem bei Schulveranstaltungen. "Das hat uns aber schnell nicht mehr gereicht", erzählt Victor.

So begannen sie, eigene Songs zu schreiben, und kümmerten sich um einen professionellen Probenraum sowie um Auftrittsmöglichkeiten außerhalb der Schule. "Wir haben an Newcomer-Festivals und Wettbewerben in ganz Nordrhein-Westfalen teilgenommen, in Clubs und Cafés gespielt und Wohnzimmerkonzerte gegeben", erzählt Kacper von den Anfängen der ehrgeizigen Formation.

Am Anfang, so finden alle übereinstimmend, müsse man so viel Präsenz wie möglich zeigen, um bekannter zu werden. Das hat The Buggs recht schnell begriffen, dass zur guten Musik auch die entsprechende Eigen-PR gehört. Der Erfolg ließ dann aber irgendwann auch nicht mehr auf sich warten. Ihr erstes Album produzierten sie noch in Eigenregie, dann fanden die Jungs mit Max Stamm vor etwa drei Jahren einen Produzenten, der zu ihnen passt. Mit ihm konnten sie mit der Arbeit an ihrem professionell produzierten Debütalbum beginnen.

Das große Engagement der jungen Musiker beeindruckte übrigens auch den Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf. The Buggs gewann 2016 den alljährlich ausgeschriebenen Förderpreis "Bandprofessionalisierung", bei dem eine talentierte Düsseldorfer Band ein Jahr lang mit einem Betrag von insgesamt 10.000 Euro gefördert wird. "Die finanzielle Unterstützung hat uns natürlich sehr geholfen", sagt Gitarrist und Sänger Karsten. "Wir konnten nicht nur unser Album fertigstellen, sondern beispielsweise auch professionelle Musikvideos drehen."

Und dann kam im vergangenen Jahr die Einladung, in Düsseldorfs chinesischer Partnerstadt Chongqing bei einem großen Open-Air-Festival aufzutreten. Für The Buggs war das die nächste große Demarkationslinie, die sie in und für ihre Karriere überschritten. Denn im Reich der Mitte spielten sie das erste Mal in ihrer Bandkarriere vor mehr als 5000 Zuschauern - ein unfassbar beeindruckendes Erlebnis sei das gewesen, sagen die jungen Düsseldorfer Musiker übereinstimmend. Sogar eine Audienz beim Bürgermeister der chinesischen Millionenstadt wurde ihnen gewährt, eine "ganz besondere Ehre" für die Band.

Am liebsten würden sie nun jedes Jahr bei diesem Festival auftreten, so Victor. Jede Menge Kontakte haben sie jedenfalls geknüpft und hoffen, dass es klappt. Bis dahin macht die Band heiter und fleißig weiter mit ihrem "Buggs Pop".

Beate Werthschulte

Quelle: RP
 
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