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Karneval
Die schrägen Kostüme von Peter König

So verrückt verkleidet sich Füchschen-Chef Peter König
So verrückt verkleidet sich Füchschen-Chef Peter König FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Er war der Hingucker des Karnevalswochenendes: Füchschen-Chef Peter König war mit seiner Verkleidung als Elisabeth I. das große Gesprächsthema bei der Fernsehsitzung. Das lag unter anderem an der detaillierten Nachahmung der Kleidung der englischen Königin, die von 1533 bis 1603 lebte. Von Jan Wiefels

Die Kostümierung orientierte sich stark am historischen Vorbild: angefangen vom Kleid, das hinten ausgestellt ist, bis zur Halskrause.

"Die Idee dazu hatte ich bereits 2007", sagt der Chef der Altstadt-Brauerei. In diesem Jahr besuchte Peter König als Elisabeth II. die Fernsehsitzung - an der Seite von Angela Erwin als Queen Mum. Später ließ er sich dann von einer Kostümbildnerin das aktuelle Kleid anfertigen, "aber ich hatte versäumt, die Perücke machen zu lassen", so König. Und so lag das unfertige Kostüm mehrere Jahre herum. Bis er vergangenes Jahr dann doch noch die Perücke in Auftrag gab.

Bilder: Impressionen von der TV-Sitzung in Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas (abr)

Regelmäßig gelingt es Peter König, mit seinen Verkleidungen große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Oft schlüpft der ehemalige Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval und frühere Präsident der Prinzengarde der Stadt Düsseldorf in Frauenrollen. 2014 und 2006 war er als Funkemariechen unterwegs, 2010 als Kleopatra, 2012 als "Böse Königin" und 2009 als Stewardess Chantal. "Zusammen mit Elisabeth II. war das eines meiner Lieblingskostüme", sagt König. In einer apricot-farbenen Uniform ging er damals durch den Saal und verkaufte Kleinigkeiten, hinter sich zog er einen Trolley. Auch als Maharadscha (2015) und Vampir (2013) feierte König bereits Karneval.

Doch keines der Kostüme der zurückliegenden Jahre dürfte so aufwendig gewesen sein wie das von Elisabeth I. Alleine für die für ihn angefertigte Halskrause seien 60 Arbeitsstunden nötig gewesen. Vor der Sitzung am Freitagabend habe es rund zwei Stunden gedauert, bis er ausgehfertig gewesen sei. Neben dem Schminken sei vor allem das Anbringen der künstlichen Haare zeitaufwendig gewesen. Da König mit dem ausladenden Kleid nur schwer in ein normales Auto gepasst hätte, ließ er sich am Sitzungsabend extra mit einem Kleinbus zur Stadthalle fahren. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit habe auch sein Verhalten an dem Abend beeinflusst. Tanzen sei mit dieser Kostümierung kaum möglich, so König. Man schlüpfe fast schon automatisch in die Rolle der Königin. Von Rollentausch spürte er gestern noch eine Auswirkung: Aufgrund der ungewohnten Ohrclips hatte er entzündete Ohren.

Für ein solches Kostüm muss man nicht nur bereit sein, ein bisschen zu leiden, man muss auch deutlich mehr investieren als für eine Verkleidung von der Stange. Laut König hätten alleine die Halskrause und die Perücke 1800 Euro gekostet. Hinzu kam dann noch das Kleid, das unter anderem aus Seide und Strasssteinen bestand. Alles handgefertigt. Inspirationen für seine Karnevalskostüme holt sich der 49-Jährige zum Beispiel durch Filme. Aber auch andere Jecke bringen ihn auf Ideen. So hat er am Wochenende im Saal spontan entschieden, wie er in der neuen Session auftreten möchte. Verraten will er seine Idee natürlich noch nicht. Sie dürfte erneut ausgefallen sein.

Quelle: RP
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