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Kirche
Die Stadt verabschiedet ihren Dechanten

Kirche: Die Stadt verabschiedet ihren Dechanten
Stadtdechant Rolf Steinhäuser (M.) im Maxhaus mit seinem Nachfolger Ulrich Hennes und Superintendentin Henrike Tetz FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Welchen guten Grund kann es geben, von Düsseldorf nach Köln zu ziehen? Martin Philippen, dem Vorsitzenden des Düsseldorfer Katholikenrats, fiel beim Abschied von Stadtdechant Rolf Steinhäuser im Maxhaus die Antwort nicht schwer: "Die kölschen Karnevalslieder, die sind einfach besser." Eine humorvolle Anspielung darauf, dass der im Kölner Fringsveedel geborene, in Sülz und Efferen aufgewachsene Domkapitular nach 18 Jahren Altbier künftig wieder ungeniert Kölsch trinken darf.

Viele waren ins Maxhaus gekommen, um dem bislang ranghöchsten Katholiken der Stadt und seinem Nachfolger Ulrich Hennes (er kommt Mitte Oktober) die Hand zu schütteln. Oberbürgermeister Thomas Geisel, der Presbyter in der Kreuzkirchengemeinde ist, und Superintendentin Henrike Tetz betonten das Verbindende im christlichen Glauben. Der Rathaus-Chef erinnerte an eine Predigt, in der Steinhäuser eindrucksvoll klar gemacht habe, dass "die selbst ernannten Abendlandsretter nichts, aber auch gar nichts mit dem Christentum zu tun haben".

Zahlreiche bekannte Köpfe der Stadtgesellschaft waren der Einladung des 62-jährigen Pfarrers zu der rund dreistündigen Veranstaltung gefolgt. Die Ex-Oberbürgermeister Marlies Smeets und Dirk Elbers erinnerten sich an gute und kooperative Tage. Abgeordnete wie Sylvia Pantel (CDU) und Andreas Rimkus (SPD) sagten ebenso Adieu wie Sparkassen-Chef Arndt Hallmann, Polizeipräsident Norbert Wesseler, der kirchenkritische Wagenbauer und Illustrator Jacques Tilly und die Vertreter des Brauchtums, unter ihnen Wolfgang Rolshoven (Jonges), Edmund Spohr (Aktionsgemeinschaft Heimat- und Bürgervereine) und Michael Laumen (CC-Präsident).

Morgen hält Steinhäuser in St. Lambertus seine letzte Messe in Düsseldorf, bereits am Dienstag steht er an einem Altar im Kölner Dom. Am Stiftsplatz wohnen bleibt er noch etwa vier Wochen. "Dass Sie danach ins Kölner Dompfaffen-Viertel ziehen, passt, denn der Name des Viertels klingt ökumenisch", rief ihm Henrike Tetz zum Abschied augenzwinkernd zu.

(jj)
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