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Drk-Charity-Cup
Die verrückten Doppel im Rochusclub

Drk-Charity-Cup: Die verrückten Doppel im Rochusclub
Sie hatten gestern ihren Spaß: (v.l.) Michael Stich, Andreas Gursky, Dieter Nuhr und Henri Leconte. FOTO: Christoph Reichwein
Düsseldorf. Das war doch fast so wie früher: Turnierchef Horst Klosterkemper blickt hoffend gen Himmel, doch es schüttet wie aus Kübeln. Und was macht man bei einem Tennisturnier, wenn es regnet?

Champagner schlürfen, Bierchen trinken, Popcorn-Eis schlecken und über die gute alte Zeit quatschen. Die wiederum war gestern beim DRK-Charity-Cup allgegenwärtig, denn auf der roten Asche standen sich die Heroen von einst wie Ivan Lendl (mit Bäuchlein) oder Pat Cash gegenüber. Den komplizierten Modus des Vergleichs zwischen internationalem Team und deutschen Herausforderern zu erklären, würde an dieser Stelle zu weit führen. Ohnehin stand der gute Zweck (der gesamte Erlös geht an die Alzheimer-Forschung des DRK) sowie der Spaß für die überraschend zahlreich erschienenen Zuschauer klar im Vordergrund.

Denn gespielt wurde trotz ständigen Nieselregens am Nachmittag doch noch. Im Mittelpunkt: das Doppel mit Henri Leconte und Dieter Nuhr auf der einen sowie Michael Stich und Andreas Gursky auf der anderen Seite. Wer dabei auf dem Court das Sagen hatte, wurde schnell klar. "Ruuuhe!", brüllte Leconte die Zuschauer noch vor dem ersten Ballwechsel an und ließ im Anschluss offen Zweifel an der Leistungsfähigkeit seines Partners aufkommen. Als Nuhr dann aber mit einem raffinierten Volley-Stopp Wimbledon-Sieger Stich düpierte, war auch der Tennis-Clown aus Frankreich baff. So ging es zur Belustigung des Publikums munter weiter bis zum Tiebreak-Sieg von Stich und Gursky, den Nuhr mit einem Doppelfehler zu verantworten hatte.

Wer fehlte? Ganz klar Björn Borg, wie ein Fan-Pärchen mit seinem Outfit (Langhaarperücke, Stirnband, Holzschläger) zum Ausdruck brachte. Und wer war noch da? Ex-Ex-Fortuna-Trainer Olli Reck reihte sich brav in die Schlange am Kaffeestand ein und schaute sich anschließend einsam und etwas verlassen wirkend die Matches an.

Am Vorabend waren die Spieler noch alle in der Galerie von Hans Paffrath an der Königsallee 46, um sich ein Bild von der Ausstellung Tennis & Art (bis 25. Juni) zu machen. Im Zentrum der Schau stehen die Bilder von Max Clarenbach, die einen spätimpressionistischen Blick auf den Center Court bieten. Zu sehen sind auch eigens kreierte Lichtskulpturen des Düsseldorfer Künstlers Claus Föttinger. Ebenfalls unter den Gästen waren Caroline und Sebastian te Neues, Peter Wienen, Horst Klosterkemper, Burchard von Arnim. Gestern Abend hingegen blieben die Spieler auf dem Club-Gelände. Die Sponsoren des Turniers hatten zu einer Gala eingeladen.

Im Rochusclub geht es heute ab 12 Uhr weiter. Die Zuschauer dürfen sich dann auf weitere ehemalige Tennis-Profis freuen, die in das Turnier-Geschehen eingreifen. Den Auftakt macht am Mittag Rolf Gehring an der Seite von Höhner-Mitglied Peter Werner gegen Marc-Kevin Goellner und von Arnim. Anschließend spielt Stich im Doppel mit Christian Zeelen von Center.tv gegen Goellner und Axel Hluchy, Geschäftsführer von Metro Cash & Carry Deutschland (13 Uhr).

Später steht das Einzel zwischen Stich und Cash auf dem Programm (14 Uhr) sowie ein weiteres Doppel mit Spaßvogel Leconte. Der Franzose tritt ab 15 Uhr zusammen mit Karl Hans Arnold (Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe) gegen Ivan Lendl und Marijn Dekkers (Vorstand Bayer AG) an. Das letzte Doppel des Tages bestreiten der ehemalige Profi Rainer Schüttler und Bofrost-Gründer Josef Boquoi gegen den Wimbledon-Sieger von 1987, Pat Cash, und Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker (17 Uhr). Den Abschluss des Turniers bildet schließlich das Match Leconte gegen Goellner (18 Uhr).

Wer beim "DRK-Charity-Cup präsentiert von der Sparda-Bank" dabei sein möchte, kann heute ab 11 Uhr Karten in allen Kategorien an der Tageskasse am Rolander Weg erwerben.

Marc Ingel/Dagmar Haas-Pilwat

Quelle: RP
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