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Mode
Die Welt hinter der Laufsteg-Kulisse

Mode: Die Welt hinter der Laufsteg-Kulisse
Professionelles Fotoshooting mit Michael Gueth für die Werbekampagne "Style with a smile" FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Ein riesiger Reflexionsschirm, externe Blitzgeräte und drei strahlend gelbe Wände zieren den Innenhof von Rolf Bucks Atelier. Was sonst in großen Foto-Studios aufgebaut wird, steht bei ihm direkt hinter der Einfahrt zur Jahnstraße.

Rund um dieses Set wuseln zehn Menschen über den Hof, verstellen noch einmal die Technik, rücken die Kulissen gerade. Obwohl sie seit sieben Uhr morgens das Foto-Shooting für die Werbekampagne "Style with a smile" vorbereiten, nutzen sie jede Minute für die letzten Handgriffe - denn gleich soll alles passen. Die hier entstehenden Motive sollen das Modenschauen-Event "Platform Fashion" im Juli bewerben.

Im kühlen Atelier herrscht nicht weniger Trubel. Dort warten weitere Beteiligte und diskutieren die Details. Unter ihnen ist Kreativ-Direktor Dirk Koeberle, der die Kleidung für die Aufnahmen zeigt: einen gelben Body und ein weißes Kleid. Er hat das Konzept "Style with a smile" erarbeitet: "Wir haben uns auch für Gelb entschieden, weil es an Smileys erinnert. Die strahlen Elan und Leichtigkeit aus, und das soll auch rüberkommen." Der Grund für die schlichte Garderobe: "Uns geht es nicht darum, dass die Mode im Vordergrund steht, sondern die Frau." Die Frau, das ist Inga Ruxton. Abseits vomTrubel sitzt die 23-Jährige vor einem großen Schminkspiegel, die Hände entspannt auf den Lehnen ihres Drehstuhls, während ihr Gesicht geschminkt, das Haar mit Toupierbürste und Styler bearbeitet wird. Knapp drei Stunden sitzt sie schon dort, doch das gehört für sie zum Alltag. Seit drei Jahren arbeitet die junge Frau als Model, reist neben ihrem Studium nach London, Mailand oder Tokio. So locker wie sie ist auch der Rest des Teams, es wird gescherzt - zunächst.

Dann wird es ernst, denn der gelbe Body passt nicht ins Set. Improvisation ist plötzlich gefragt - und eine grün-weiße Bluse mit Blätteroptik, die zufällig im Atelier hängt, kommt Dirk Koeberle gerade recht. So spontan müsse man sein, findet er. "Da muss man auch mal überlegen, was das beste fürs Bild ist." Das Make-up wird angepasst, alle versammeln sich draußen. Inga Ruxton stellt sich vor die gelbe Kulisse, posiert, und das erste Foto ist im Kasten. Unter Anleitung von Koeberle bewegt sich Inga Ruxton, während Fotograf Michael Gueth ein Bild nach dem anderen schießt. Die Bilder sind damit aber noch lange nicht fertig. Mindestens einen Tag müssen sie noch bearbeitet werden, bis das neue Motiv für die Kampagne endlich steht. Für Jonas Klingenstein, Geschäftsführer des "Platform Fashion"-Veranstalters Kollektiv K, steht aber nicht der Aufwand, sondern das Ergebnis im Vordergrund: "Diese kreativen Personen hier haben so viel Energie, weil man etwas ganz Neues schafft. Dirk Koeberle glaubt, dass die Stimmung am Set und das Produkt eng verbunden sind: "Wie die Kampagne schon sagt: Sieh' Mode nicht als Politikum, Mode muss Spaß machen!"

Christiane Kreder

Quelle: RP
 
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