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Exklusiver Sekt für die Landeshauptstadt
Düsseldorfer Sekt perlt anders

Düsseldorf: Ein eigener Sekt für die Landeshauptstadt - Düsselperlen
Senf, Likör und Bier kann Düsseldorf schon lange. Dank Birgit Felzmann gibt es jetzt auch endlich einen Düsseldorfer Sekt. FOTO: andreas bretz
Düsseldorf. Es ploppt, zischt und perlt, schon sind die Düsselperlen im Glas. Birgit Felzmann, 49, waschechte Rheinländerin und seit Juni 2016 Inhaberin des Weinhandels "anderweinig" mitten in der Carlstadt, hat den Sekt im letzten September exklusiv für Düsseldorf abfüllen lassen. Von Susanne Mendack

Seitdem hat sie über 900 Flaschen zum Preis von 11,45 Euro verkauft. "Im letzten Weihnachtsgeschäft hatten wir schon erste Aufträge von Firmen für Kundenpräsente", sagt Felzmann erfreut. Im Frühjahr und Sommer sei der Sekt auch für Gartenpartys oder Sundowner geeignet. Die ideale Trinktemperatur sei fünf bis sechs Grad. "Ich bin seit über 30 Jahren mit dem Wein auf Du und Du", sagt die sympathische Düsseldorferin. "Und habe mich irgendwann gefragt - wenn es Düsseldorfer Senf, Likör oder Bier gibt, muss es doch auch Düsseldorfer Sekt geben. Denn die Düsseldorfer trinken gern ,Prickler'."

Gesagt, getan. Felzmann entschied sich für die beliebte Chardonnay-Traube. "Die Düsselperlen sollten einen wirklich breiten Geschmack treffen. Der Chardonnay brut ist fruchtig, leicht floral, elegant und mit einer nicht zu hohen Säure ausgestattet."

Die Weinkennerin bietet eine Vielzahl von Schaumweinen an, vor allem aus dem Elsass, von der Loire und auch Südafrika. Zudem legt sie großen Wert auf deutsche Winzersekte. Manche davon böten Top-Qualitäten fast auf Champagner-Niveau. "Gerade in Deutschland gibt es viele Jungwinzer, die entdeckt werden wollen, ich bin hier ein richtig kleines Trüffelschwein", sagt sie und lacht.

Ihr Kundenkreis ist so breit gefächert wie auch die Preise der Weine - von sechs bis über 20 Euro ist alles dabei. "Gelegenheitsweintrinker und Kenner finden ihren Weg zu uns", meint Felzmann. "Viele Stammkunden kommen aus der Carlstadt, aber an den Samstagen gibt es auch eine Menge Laufkundschaft."

Die umtriebige Kennerin, die zusätzlich noch ein Studium begann, wird im Juni diesen Jahres ihre Diplomarbeit abschließen und kann sich dann "Weinakademikerin" nennen. Bevor sie sich mit "anderweinig" selbständig machte, betrieb sie ab 1996 einige Filialen von Jacques' Weindepot in Mettmann, Ratingen und Düsseldorf. Eins lag bis 2016 am Carlsplatz, jedoch wurde die Miete dann so hoch, dass sich der Standort nicht mehr lohnte. Dennoch schlägt ihr Herz für diesen Stadtteil - der Carlsplatz und die Carlstadt haben es ihr bereits als junges Mädchen angetan.

"Schon mit Mitte zwanzig habe ich davon geträumt, hier mal einen Weinladen zu besitzen. Ich liebe den kleinen Kosmos mitten in der Großstadt, man kennt so viele Menschen, hält ab und zu ein Schwätzchen - das gefällt mir sehr gut." Im Sommer ziehe es sie aber auch ans Rheinufer mit seiner Gastronomie und dem Blick über den Rhein. "Wenn es meine Zeit erlaubt, spiele ich gern Boule am Maxplatz, dort fühle ich mich dann wie bei einem Kurzurlaub im sonnigen Südfrankreich", schwärmt sie. Kulturell fühle sie sich vom Ehrenhof angezogen. "Dort gehen mein Mann und ich oft in die Museen, die sensationelle Ausstellungen von Weltrang zeigen. Die Stimmung ist immer unglaublich positiv und inspiriert mich ungemein."

Quelle: RP
 
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