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Dfb-Pokal-Tour
Ein Gefühl von Fußball-Olymp

Dfb-Pokal-Tour: Ein Gefühl von Fußball-Olymp
Gerhard Delling, Olaf Thon, Peter Frymuth, Achim Kassow, Burkhard Hintzsche und Friedrich Curtius (v.l.) sind dem Pokal ganz nahe. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Es gibt zwar Gerüchte, nach denen der gebürtige Düsseldorfer und ehemalige Fortuna-Vorsitzende Peter Frymuth in seiner aktuellen Funktion als DFB-Vizepräsident den "Pott" auf den Marktplatz gelotst hat, aber dem widerspricht er.

"Da war ich ganz neutral. Es war nicht meine Entscheidung, die Premierentour in Düsseldorf zu beginnen", so Frymuth lächelnd. Fakt ist: Der DFB-Pokal ist jetzt auf großer Tour. Gestern startete der mit dem goldenen Fußballer-Heiligtum und Devotionalien bestückte Bus auf seine Reise durch neun deutsche Städte. "Die Idee ist: Wenn nicht alle Menschen zum Pokal nach Berlin kommen können, bringen wir den Pokal eben zu den Menschen", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius kess.

Zum Anfassen war das begehrte Stück allerdings nur für die Fußball-Funktionäre und Stadtoberen wie Direktor Burkhard Hintzsche. Für das normale Volk wurde brav ein Plexiglashäuschen über den Pokal gestülpt, dann war er freigegeben für Fotos.

Der Andrang hielt sich im Vorfeld der Podiumsdiskussion, die Gerhard Delling leitete, noch sehr in Grenzen. Kilometerlange Schlangen bildeten sich nicht in Richtung Tourbus am Rathausplatz.

Die besten Szenen spielen sich mit Sicherheit im rollenden "Museumchen" selber ab - dort gibt es Bilder der legendären Selbsteinwechslung vom damaligen kickenden "Popstar" Günter Netzer im Finale 1973, übrigens im Rheinstadion gespielt, oder des jugendlichen Olaf Thons, der im zarten Alter von 18 Jahren den Bayern drei "Buden" reinmachte. "Das 6:6 gegen die Bayern war das schönste Spiel meiner Karriere. Es war durch nichts mehr zu toppen", schwärmte FC Schalke-Urgestein Olaf Thon.

So einiges an Fußballprominenz war zum öffentlichen Tourstart auf den Marktplatz gekommen. Auch der Vorstandsvorsitzende der Ergo Deutschland, Achim Kassow, war als Hauptsponsor dabei. Von der Fortuna war niemand zu sehen. Dabei könnten die Düsseldorfer Zweitligakicker ja vielleicht eine Motivationsspritze durch den Anblick des echten Pokals durchaus gebrauchen. In der laufenden Saison verabschiedete sich der Verein bekanntlich durch ein 1:6 in Hannover bereits in der zweiten Pokalrunde. Dabei ist die Fortuna Pokal-Rekordhalter mit 18 siegreich gestalteten Spielen in Serie.

Der Blick in die erfolgreiche Vergangenheit nährt wohl auch die Hoffnung des Düsseldorfer Stadtdirektors. "Ich finde es schön, dass in Düsseldorf Fußball heute wieder groß geschrieben wird", so Burkhard Hintzsche augenzwinkernd, und er orakelt: "In dieser Saison vermeidet die Fortuna den Zweitligaabstieg, spielt nächstes Jahr im Mittelfeld mit und steigt die Saison darauf auf." Heute steht der DFB-Pokal-Tour-Bus übrigens in Mönchengladbach. Halt macht er am 4. Mai in Berlin. Tino Hermanns

Quelle: RP
 
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