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Bühnenshow
Ein Sextett zieht über 2017 vom Leder

Düsseldorf. Frank Küster, Andreas Hirschmann und Marcel Mader machten "Reinen Tisch" im Uerige. Kabarettist Küster blieb bei der Bühnenshow seinem Motto treu, verbal auf alles drauf zu hauen, was ihm schief im Hirn und Magen liegt. Nichts Politisches, Soziales, Gesellschaftliches war zu weit weg oder zu nah dran. So bekam der schwelende Atomkonflikt zwischen dem Golf-verrückten US-Präsident Donald Trump und Nordkorea genauso wortgewaltige Breitseiten ab ("Lass den Finger vom Knopf, Orangenmann.

Denke daran, wie viele Golfplätze zerstört würden") wie die scheinbar endlose Geschichte der Straßenbahnanbindung an den ISS Dome ("2,2 Kilometer Schienen haben zehn Jahre gedauert. Da soll noch mal ein Düsseldorfer 'nen Witz über den Berliner Flughafen machen"). Unterstützt wurden Küster und die aus Mader (Trommeln) und Hirschmann (Keyboards) bestehende "Bigband" durch die Comedians Warsame Guled und Johannes Flöck sowie Sängerin Chantalle Jansen.

Flöck punktete mit einem unverstellten Blick auf sich selbst, gesellschaftliche Strömungen und die Konsequenzen, wenn beides aufeinandertrifft. So erklärt er etwa den "neuen" Begriff "Blumenkohlschnütchen": "Bei der Veganerwelle darf man Hackfresse ja nicht mehr sagen." Und in Flöcks Grillgruppe wird auch Superfood verwendet. "Unser Grillmeister Julio benutzt Chia-Samen. Aber er wirft ihn vor den Grill, damit niemand auf dem Fett ausrutscht", witzelte "Reiner Tisch"-Dauerbrenner Flöck.

2002 war der Koblenzer erstmals bei der Show dabei und kehrt seitdem regelmäßig auf die Bühne zurück. Bildend war es auch: "Tannenbäume mit Lichterketten sind die Vorbereitung auf Karneval", meinte Küster. Wenn die Nach-Weihnachtszeit mit Mariä Lichtmess am 2. Februar endet, ist der Rosenmontagszug nicht mehr fern.

(tino)
 
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