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Patrick Broome
Ein Weltenbummler in Düsseldorf

Patrick Broome: Ein Weltenbummler in Düsseldorf
Patrick Broome, Yoga-Lehrer für jedermann und für die Fußball-Nationalmannschaft der Männer FOTO: dpa
Düsseldorf. Wenn Yoga-Star Patrick Broome im Bilker Boui Boui aufschlägt, dann ist das für ihn so etwas wie ein Heimspiel. Als er sein Abitur in Köln machte, lebte er in Eller. "Das war eine ganz wunderbare Zeit. Mit Düsseldorf und meiner damaligen Freundin", sagt er lachend. "Ich mag die Stadt sehr. Daher kehre ich liebend gerne hierher zurück." Dieses Mal ist es die Yogaworld, laut Veranstalter eine Mitmachmesse für Yoga und Ayurveda, die Broome in die Landeshauptstadt lotste.

Als Yogalehrer ist Broome international gefragt, sitzt viel im Flieger, ist stetig in Aktion. "Da ist es wichtig, auch immer wieder selber zur Ruhe zu finden." Vor allem mit bewusster Atmung will er das bei seinen Schülern erreichen, die bei der Yogaworld einen Kurs bei ihm belegen können. Sie sei das Basiselement, sagt Broome und erinnert daran, dass Yoga mehr sei als von der Krähe in den Handstand und vom Hund in den Krieger zu kommen. "Es ist eine ganzheitliche Methode zur Entspannung von Körper und Geist." Sein Credo für Düsseldorf: "Bei mir kann wirklich jeder mitmachen." Das sei ihm wichtig. Dazu gehört selbstredend auch der "ganz normale Sonnengruß".

Neben bekannten Körperübungen, den Asanas, sind auch Meditation, Atemübungen - Pranayama - und die Beschäftigung mit der Jahrtausende alten Yogaphilosophie und das Rezitieren von Mantras Teil der Veranstaltung. Broome, seit 20 Jahren im Geschäft, ist sicher der bekannteste Lehrer bei der Yogaworld. Dazu gesellen sich noch weitere namhafte Lehrer wie zum Beispiel Jelena Lieberberg, die für "Yoga "ohne schnörkelige Ausschweifungen" steht.

"Wenn ich die Zeit finde", sagt Broome, "dann werde ich garantiert das NRW-Forum besuchen und dort Kunst genießen und einen Latte Macchiato mit Sojamilch trinken. Das habe ich schon damals so geliebt, als ich noch hier lebte." Auch über Yoga-Kreise hinaus ist mittlerweile bekannt, dass Broome die Fußball-Nationalmannschaft der Männer im Yoga unterrichtet. Zu gerne hätte er Benedikt "Benni" Höwedes bei der Yogaworld begrüßt. Allerdings musste der in Düsseldorf lebende Mannschaftskapitän von Schalke 04 aufs Spielfeld. "Das ist einer, der super gerne Yoga macht und trotz seines Erfolges auf dem Boden geblieben ist, er ist kein abgedrehter Jungmillionär."

Besonders mit Blick auf Yoga stellt Höwedes für den Yoga-Lehrer eine Ausnahme dar. "Ich rechne damit, dass wie meistens nur 20 Prozent Männer zur Yogaworld kommen", prognostiziert Broome, der das Buch "Yoga für den Mann" schrieb. Zu viele Männer gingen noch mit Vorurteilen an Yoga ran, so nach dem Motto: "Das ist doch nur Frauengymnastik". Männern wolle er vermitteln, dass sie sich beim Yoga nicht blamieren, sondern sich etwas Gutes tun. "Dafür brauchen wir starke Vorbilder, also mehr Männer, die über Yoga und die positiven Effekte reden. Broome, der auch ein großer Fan von Düsseldorfs Dichter Heinrich Heine ist, findet in dessen Fundus an klugen Sprüchen auch einen, der zu diesem Phänomen passt: "Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung." Karten für die Veranstaltung, die morgen endet, gibt es unter der Internetadresse www.yogaworld.de. Brigitte Pavetic

Quelle: RP
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