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Landtag
Ein Wiedersehen 26 Jahre nach der Flucht

Landtag: Ein Wiedersehen 26 Jahre nach der Flucht
Wiedersehen in Düsseldorf: Birgit Abel, Berthold Korstian und Martin-Sebastian Abel (r.) FOTO: Endermann
Düsseldorf. Es war November 1989, als eine junge Frau mit ihrem kleinen Kind auf dem zur Notunterkunft für Flüchtlinge umfunktionierten Truppenübungsplatz der Bundeswehr im rheinland-pfälzischen Daaden ankam. Rund 2000 Menschen, allesamt aus der DDR geflohen, wurden dort versorgt - vom Roten Kreuz und von Soldaten der Bundeswehr. Einer davon war Berthold Korstian, das Kind von damals, Martin-Sebastian Abel, ist heute Abgeordneter der Grünen im Düsseldorfer Landtag.

Und gestern kam es nach 26 Jahren zu einem Wiedersehen. Anlass war der Parlamentarische Abend mit der Bundeswehr, zu dem Abel den Oberfeldwebel a.D. eingeladen hat. Der wiederum ist über einen Zeitungsartikel an damals erinnert worden. Dieser handelte davon, wie Abel mit seiner Mutter Birgit Abel in Markkleeberg nur mit einem Koffer aufbrach per Zug ins tschechische Brünn und von dort in die Deutsche Botschaft in Prag. Korstian konnte sich trotz der vielen Menschen in der Unterkunft an die beiden erinnern - eine alleinerziehende Mutter war ungewöhnlich. So kamen beide in Kontakt, Abels Mutter war gestern auch dabei. Abel dankte, "dass Sie uns damals so freundlich aufgenommen und uns geholfen haben". Bald wird der Truppenübungsplatz wieder Anlaufstelle für Menschen in Not sein: Er wird wieder eine Flüchtlingsunterkunft.

(dr)
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