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Lieblingsorte Katharina Kabata
Eislaufen in Moskau und Picknick am Rhein

Eislaufen in Moskau und Picknick am Rhein
Katharina Kabata spielt mit ihren Kindern Aylin (10) und der 19 Monate alten Ellen am liebsten auf dem Hermannplatz. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Vor 24 Jahren kam Katharina Kabata mit ihren Eltern aus Moskau nach Deutschland. Jetzt ist die SPD-Politikerin und zweifache Mutter Vorsitzende des städtischen Integrationsrats. Aus ihrer russischen Geburtsstadt vermisst sie eigentlich nur eins: das Eis. Denn Düsseldorf kann vielleicht nicht mit zehnspurigen Straßen, Zwiebeltürmen und Truppenparaden dienen, dafür aber aber mit grünen Parks, rheinischem Lebensgefühl und kinderfreundlichen Plätzen - die haben sich als Lieblingsorte auch einen Platz in Kabatas Herzen gesichert.

Hermannplatz Das "beste Eiscafé der Stadt" gibt es ja bekanntlich an jeder zweiten Ecke. Für Kabata ist es aber konkurrenzlos "Nordmanns Eisfabrik" in der Nähe des Hermannplatzes. Mit ihren Töchtern Aylin und Ellen besucht die 36-Jährige am liebsten den Wochenmarkt auf dem Platz, zwischen Shopping und Spielplatz gibt es dann ein Stück Kuchen oder ein Eis. "Aylin ist früher auf die Montessori-Grundschule gegangen, deshalb waren wir oft hier, um einzukaufen oder auf den Spielplatz zu gehen", sagt Kabata. Zudem sei es dort "nie überfüllt."

Tonhalle Auch für Kabatas zweitliebsten Ort in der Stadt ist ihre zehnjährige Tochter verantwortlich. "Aylin spielt Geige, seit sie sechs Jahre alt war", erzählt Kabata. Mit ihrem Talent schaffte sie es schließlich sogar unter die ersten Geigen und damit auf die große Bühne. "Früher war ich öfter mit ihr dort, auch am Tag der offenen Bühne. Mittlerweile ist das schwieriger geworden, weil ich nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit habe", sagt die Politikerin.

Rheinwiesen Sonnenbaden, Spazierengehen, Open-Air-Kino - von den Rheinterrassen bis zum Hafen reicht ein Lieblingsort Kabatas: "Als Kind habe ich in Pempelfort gewohnt, ich habe den Rhein geliebt" Daran habe sich bis heute nichts geändert, wenn sie mit der Familie zum Picknicken oder auf die Kirmes geht. Ein fester Termin in ihrem Kalender ist auch der Japantag.

Hofgarten Wo es grünt, da fühlt sich auch Kabata wohl. "Ich mag einfach grüne Parks, ein Buch lesen, mit der Familie spazierengehen, am liebsten im Hofgarten." Durch den Sturm Ela erhielt der Ort für sie noch eine besondere Bedeutung: "Ich habe viele Fotos, auf denen Bäume zu sehen sind, die es heute nicht mehr gibt." Jetzt freue sie sich darauf, mitzuerleben, wie die "kahlen Stellen" und Alleen in den städtischen Parks sich wieder schließen.

Schrebergarten Grün ist auch der Schrebergarten an der Graf-Recke-Straße, den die Kabatas seit einem Jahr bepflanzen. Dort soll es neben Radieschen und Gurken bald Obst für die Familie geben. Die Apfel-, Kirsch- und Birnbäume, die die Familie dort in diesem Jahr gepflanzt hat, werden aber wohl noch etwas brauchen, ehe sie Früchte tragen. Doch Kabata hat Geduld: "Dann haben wir etwas zu tun, wenn die Kinder ausgezogen sind." Oliver Burwig

Quelle: RP
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