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Kunst
Fisch-Plastiken sind im Hafen gestrandet

Düsseldorf. Einen großen Fang hat die Kunstgießerei Kayser an Land gezogen. Der Betrieb an der Bremer Straße im Hafen hat Hunderte modellierte Fisch-Plastiken aus Ton von dem Bildhauer Carl Emanuel Wolff in Aluminium gegossen. Allzu lange werden Fische dort nicht bleiben, denn bald geht die Reise für sie nach Berlin, wo sie den Südhof des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Regierungsviertel zieren sollen.

In der Bundeshauptstadt sollen sie in unterschiedlich großen Haufen über die gesamte Fläche positioniert und in Bezug zu elf geometrischen Betonelementen gesetzt werden, so das Vorhaben. Bis es soweit ist, sind sie ein Blickfang auf dem Gelände des Betriebs von Rolf Kayser.

Den Betrachtern an der Spree und am Rhein will Carl Emanuel Wolff keine Interpretation seines Werkes vorgeben. "Kunstwerke erklären sich in ihrer Erscheinung selbst. Gemeint ist das, was man sieht und nicht das, was man noch dazu gemeint hat", sagt der Bildhauer, der in Essen lebt und arbeitet. Allerdings: "Ich fand schön, dass die Spree direkt hinter dem Südhof fließt und dass man mit diesem Raum etwas sehr Spezielles hat, etwas, das an einen Schiffsladeraum erinnern könnte." Der Material-Verbrauch für die Fische ist beachtlich: Für das Modell hat Wolff ungefähr zwölf Tonnen Ton verarbeitet.

Passanten, die den Weg zwischen Bremer Straße und "Paradiesstrand" entlanggehen, bekommen auch noch andere Kunst geboten. Sie können auf dem Hof der Kunstgießerei auf Skulpturen von Tony Cragg entdecken.

(jaw)
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