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Erste Liebe
Folgenreich, aber unerhört

Düsseldorf. Irgendwann ist es passiert. Das Herz pochte, die erste Schwärmerei, die erste Liebe schlug ein wie ein Blitz. Heute verrät Daniela Antonin, Chefin des Hetjens-Museums, wie das war: "In der Bocholter Klosterschule waren Mädchen 1985 noch nicht lange zugelassen. Händchenhalten auf dem Schulhof war streng verboten - und für mich schüchterne Siebtklässlerin sowieso undenkbar. Dann entdeckte ich IHN. So süß, so nett und aus der Parallelklasse. Er spielte Schach und Tischtennis, und ich lernte beides, um ihm näher zu kommen. Spielte mit seinen Klassenkameradinnen Fußball, damit er mich bemerkte.

Am Ende kam ich in die Schulmannschaft, gewann auch sofort die Schulmeisterschaft. Auf einer Klassenfahrt tanzten wir dann einmal zusammen - doch dann fiel er auch anderen Mädchen auf, die ihn umgarnten. Und ich zog mit meinen Eltern kurz danach nach Dinslaken, wechselte die Schule. Meiner Schwärmerei verdanke ich aber, dass ich dort später Stadtmeisterin im Schach wurde. Davon hat er nie erfahren und auch von meiner Liebe nicht. Das schöne Flattern der Schmetterlinge im Bauch bleibt mir aber unvergessen."

(sg)
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