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Fortuna
Geisel zwischen Not und Elend

Das ist Thomas Geisel – OB in Düsseldorf
Das ist Thomas Geisel – OB in Düsseldorf FOTO: Endermann, Andreas (end)
Düsseldorf. Die Oberbürgermeister von Düsseldorf und die Fortuna - eine besondere Geschichte. Das nächste Kapitel steuerte am Freitag Thomas Geisel bei. Der hatte es auf den letzten Drücker in die Tonhalle geschafft, um dem Antrittskonzert des neuen Chefdirigenten Ádám Fischer beizuwohnen.

Wie alle Zuhörer klatschte auch Geisel nach der musikalischen Sternstunde stehend minutenlang Beifall. Welch ein Unterschied zur Darbietung der Fortuna zuvor! Geisel, der das Spiel vorzeitig verlassen hatte, berichtete beim Empfang im Grünen Gewölbe über Lautsprecher, er habe in der Arena ein Spiel Not gegen Elend gesehen. Dass er die Tore nicht mehr mitbekommen habe, sei kein Nachteil.

Einige der Zuhörer verzogen das Gesicht, die Schmähung des taumelnden Zweitligisten war nicht gerade OB-like, sondern eher Talk am Tresen. Vielleicht lag's daran, dass Geisels Herz eher für Hertha BSC als für die Fortuna schlägt. So oder so - im Schwanengesang, der seit dem Wochenende für Trainer Frank Kramer gesungen wird, ist Geisels Wort eine Stimme mehr.

Düsseldorfs Oberbürgermeister spielen für die Fortuna eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Joachim Erwin, der sogar Aufsichtsratschef des Klubs war, stürmte auch mal in die Katakomben der Arena, um sich dort über miserable Schiedsrichterleistungen aufzuregen. Sein Nachfolger Dirk Elbers bekannte: "Fortuna ist Düsseldorf - und Düsseldorf ist Fortuna."

(ujr)
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