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Karneval
Hellblau statt Helau am Rosensonntag

Düsseldorf. Ein jeckes Problem: Interne Regelungen der Karnevalsvereine besagen, dass nach Aschermittwoch bis zum 11.11. ein "Helau"-Verbot gilt. Sogar Geldstrafen gibt es in manchen Vereinen.

Der Präsident der Närrischen Schmetterlinge, Kurt Fenn, und der Vorsitzende der KG Stachelditzges, Niko Jung, bestätigen, dass dort fünf Euro pro unsachgemäßem Ausruf fällig werden. Bei den Düsselnarren gab es zumindest früher die Tradition, eine Runde im Stammlokal auszugeben, berichtet der Vorsitzende Günter Simons. Zum Ausrufen gibt es daher manchmal Alternativen. "Schmetterling flieg'" und "Stachelditzges schwimm'" ersetzten dort normalerweise das "Düsseldorf Helau" nach Sessions-Ende. Peter Weber, Museumsbeauftragter und Archivar des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC), ist aber noch auf keinen schriftlichen Beleg oder Grund für dieses "Verbot" gestoßen, und CC-Präsident Michael Laumen bevorzugt die rettende Ansicht, dass die Session einfach etwas verlängert wurde. Vizepräsident Stefan Kleinehr erklärt, mit einem Augenzwinkern, es stünde den Vereinspräsidenten frei, Ausnahmegenehmigungen für den 13. März zu erteilen.

Auf der anderen Seite steht natürlich eine nicht unerhebliche Aufbesserung der Vereinskassen, wenn jedes Mitglied während des Zuges fünf Euro pro "Helau" zahlen müsste. Oder es läuft auf eine rheinische Lösung in Form weniger Konsonanten hinaus, die vor ungewollten Spenden schützt. Die Jecken rufen einfach "Hellblau" statt "Helau".

(stt)
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