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Fünf Lieblingsorte Werner Schmitz
Hier schmeckt es auch Kubanern

Fünf Lieblingsorte Werner Schmitz: Hier schmeckt es auch Kubanern
Das Lieblingsessen von Werner Schmitz im Imbiss Urfa ist Adana Dürüm (scharfes Hackfleisch mit Salat in Brot eingerollt). FOTO: hans-jürgen bauer
Düsseldorf. Werner Schmitz ist ein Genuss-Mensch. Beruflich und privat. Der Betreiber von Düsseldorfs wohl best sortiertem Tabakladen Linzbach auf der Graf-Adolf-Straße schätzt schöne Dinge, stilvolle Orte und vor allem eine gute Zigarre. Die raucht er dann in seinem Laden oder überall, wo man ihn denn noch lässt.

Es gibt nicht viele Orte in Düsseldorf, an denen Individualisten so hoch im Kurs stehen wie in seinem Geschäft. Einige gibt es aber dennoch, und die hat Werner Schmitz in seine Liste der fünf Lieblingsorte aufgenommen.

Kein Wunder übrigens, dass zwei der Orte sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Geschäft befinden. Schmitz findet die Graf-Adolf-Straße trotz ihrer leichten Schmuddeligkeit wundervoll. Das Großstadtleben pulsiert hier in vielen Facetten. Und erinnert der Stresemannplatz mit den Palmen nicht ein bisschen an die Karibik? Wo der Rum in Strömen fließt und die Frauen den Tabak zu besten Zigarren rollen?

"Pure Freude", Patisserie, Hohe Straße 10

Der Laden ist wundervoll. Ich möchte nun nicht nur die Kuchen und Süßspeisen loben, insgesamt kann man sehr gut Kleinigkeiten zu sich nehmen, aber besonders hübsch finde ich den Innenhof. Ein kleiner Innenhof, aber mit einem Bungalow, in dem man herrlich sitzen kann. Draußen stehen auch immer ein paar Stühle, in den kalten Jahreszeiten mit einem Lammfell, wo ich gerne eine Zigarre rauche. Der Name passt.

Hagis Barbershop, Graf-Adolf-Straße

Samstags gehe ich sehr gerne zum Friseur. Aber was heißt schon Friseur - bei Hagi, der ja auch noch mein Nachbar ist, bekommt man nicht nur einen Haarschnitt. Vielmehr repräsentiert der Laden ein Lebensgefühl. Manchmal gehe ich mit Freunden hierhin. Wir lassen uns frisieren und rasieren. Und wir kommen uns dann vor wie ein paar Cowboys, die ein paar Wochen in der Wildnis verbracht haben, nun wieder zuhause sind und erst einmal in die Zinkwanne steigen.

Brasserie Stadthaus im Medici Hotel, Mühlenstraße

Das Restaurant ist gut, keine Frage. Sehr gut sogar und der Genießer wird sich wohlfühlen. Für mich aber ist die Bar der eigentliche Höhepunkt. Sehr gute Cocktails, außergewöhnlich und mit viel Sachverstand gemixt. Ausgefallene Rumsorten, wie man sie in Düsseldorf sonst nirgendwo bekommt. Und: Ein Zigarrenraum, der selbst die Erwartungen an ein Fünf-Sterne-Haus übertrifft. Für mich ist es eine der besten Hotelbars der Republik.

Damla, Graf-Adolf-Straße

Manchmal haben wir Zigarrenrollerinnen aus Kuba zu Gast. Und die bekommen garantiert irgendwann Lust auf etwas Süßes. Und dann kommt Damla ins Spiel. Hier gibt es Baklava, jene orientalische Süßigkeit um deren Ursprung Araber und Türken zu Recht streiten, weil es sich bei dem Gebäck um eine wirkliche Köstlichkeit handelt. Die Kubanerinnen sind sehr glücklich mit ihrer originalen Coca Cola und dieser süßesten Speise, die man sich vorstellen kann.

Urfa Lahmacun und Kebaphaus, Graf-Adolf-Straße

Das ist ein kleiner Laden, aber was für einer! Fleisch in seiner reinsten Form wird hier serviert. Ich mag besonders die Grillgerichte, dort wiederum den Spieß aus Lamm-Hackfleisch mit Fladenbrot. Und die türkische Linsensuppe, die immer frisch gekocht ist. Das wiederum schätzen die Zigarrenrollerinnen auch.

Torsten Thissen

Quelle: RP
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