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Theater An Der Kö
Hohe Politik auf der Boulevard-Bühne

Theater An Der Kö: Hohe Politik auf der Boulevard-Bühne
Dorkas Kiefer (l.) als Ursula und Nina Vorbrodt als Angela FOTO: B. Schaller
Düsseldorf. "Mutti" im gelben Blazer macht die Raute und sagt nie was. Die Ursula macht dagegen alles, was die Angela nicht sagt, ohne auf den Sigmar zu hören, und schon gar keiner hört auf den Horst. Wem das irgendwie bekannt vorkommt, der sei beruhigt, Ähnlichkeiten mit den Polit-Größen in Berlin sind rein zufällig.

"Zum Saisonauftakt holen wir ein politisches Stück auf den Spielplatz und verwandeln es in eine boulvardeske Komödie zum Thema Macht", sagt René Heinersdorff.

Der Chef des Theaters an der Kö hat das Original der Autorinnen Julie Zeh und Charlotte Ross so umgeschrieben, dass die "Gruppentherapie" der "Großen Koalition" während des Weltmeisterschafts-Finales in Moskau läuft. Deutschland tritt gegen Chile an und King Charles sitzt neben US-Präsidentin Hillary Clinton auf der Stadion-Tribüne. Wenn morgen Abend die Premiere ist, dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Therapie sein wird, die der Psychologe Hellmann, alias Claus Thull-Emden, leitet. Er wird garantiert seine liebe Not haben, das Quartett mit Angela, gespielt von Nina Vorbrodt, Dorkas Kiefer mit blonder Perücke als Ursula, Gerhard Fehn, der den Sigmar gibt und Frank Büssing als Horst auf die Spur zu bringen.

"Wir machen kein Kabarett", betont Regisseur Heinersdorff. "Um uns von jeglichen aktuellen politischen Verwirrungen zu lösen, darf der Zuschauer sich auf ein überraschendes Ende gefasst machen." Das einzige Polit-Original wird am Premierenabend Christian Lindner sein. Der FDP-Politiker eröffnet die Theatersaison, während der Hausherr zu einer Aufführung nach Hamburg reist.

(dh)
 
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