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Komiker
Horst tanzt seinen Namen

Düsseldorf. Er ist faul, und zwar bekennend. Schlimm findet Horst Fyrguth das aber ganz und gar nicht. Es ist eher eine Lebenseinstellung, erklärt er. Von Verena Patel

So ein bisschen wie dieser Spruch, der eigentlich zum organisierten Leben motivieren soll: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. Mit Schlamperei hat nämlich das Faulsein gar nichts zu tun. "Man muss nicht immer nur nehmen, sondern sich auch geben lassen. Die Faulen konsumieren eben", sagt der 49-Jährige.

Und sie denken nach, sie beobachten besser als Menschen, die durchs Leben hetzen, immer in der Erwartungshaltung, alles auf einmal und allein schaffen zu müssen. Vielleicht hat Horst Fyrguth seine Gelassenheit von der Waldorfschule. Denn die hat er als Junge besucht. Und auch seine drei Kinder schickt er dorthin.

Das hält den Komiker nicht davon ab, sich auch mal über die Eigenheiten dieser besonderen Erziehungsart lustig zu machen. Das größte Klischee, das der Waldorfpädagogik anhaftet, ist wahrscheinlich das Tanzen des eigenen Namens. Dabei kann man vieles mit Bewegungen und Haltungen besonders gut ausdrücken. Und Spaß macht es auch noch (siehe Bilder).

Deshalb beginnt die RP eine neue Reihe "Tanze deinen Namen". Erlaubt ist bei diesem "Tanzen" nicht nur Standard, sondern: alles. Und ob es ernst gemeint ist, entscheidet der Tänzer selbst. Fyrguth erläutert dieses Prinzip mit einer Geschichte. Der Waldorfvater sagt zu seinem Kind: Wenn du nicht mehr kannst, hör auf. Es muss auch Verlierer geben, sonst könnten die Gewinner ja gar nicht Gewinner sein.

 

Quelle: RP
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