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Zakk
Jugendliche messen sich bei Comedy-Wettbewerb

Zakk: Jugendliche messen sich bei Comedy-Wettbewerb
Drei junge Comedy-Teams aus Düsseldorf und Ratingen - hier MMA - traten beim Finale der "YouLiga" im Zakk gegeneinander an. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Frauen können nicht mit Technik, Männer sagen "gleich" und meinen "nie" und Omas wollen Enkel mästen - von den Klischees der Stand-up-Comedy blieb das Publikum beim "YouLiga"-Finale im Zakk nicht verschont. Die neun Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren zeigten mit ihrer Show, dass sie keine Angst vor dem Publikum haben - auch, wenn ein Witz mal nicht zündet.

"Den roten Knopf? Den drückst du, wenn dein Freund anruft", erklärt Lilia Levkovich (14) ihrer Freundin Renata Kirzhner (15), was es mit den verschiedenen Handy-Tasten auf sich hat. Gemeinsam mit der 14-jährigen Lisa Lubmann bilden die beiden eines der Teams, die beim Comedy-Wettbewerb in vier Disziplinen gegeneinander antraten. Dabei durften die drei Mannschaften aus Düsseldorf und Ratingen vorbereitete Sketche spielen, im "Solo Battle" ihre komödiantische Schlagfertigkeit unter Beweis stellen und in einer "Performance"-Runde alle Register der Bühnenkomik ziehen. Eine fünfköpfige Jury, darunter auch ein zufällig bestimmter Besucher, bewerteten die Auftritte. Neben dem Mädchenteam "Women's World" trat auch die Düsseldorfer Mannschaften "Alleswisser" und das Ratinger Team "MMA" an, die den zweiten und dritten Platz belegten.

"Das Format des Comedy Derby ist im russischsprachigen Raum sehr bekannt", sagt Veranstalter Vladimir Andrienko. Viele der Gäste sprachen Russisch, einige kannten Comedy-Wettbewerbe aus dem Fernsehprogramm ihres Herkunftslandes. "In Russland gibt es auch viel schwarzen Humor, in Deutschland wird der aber ein bisschen besser akzeptiert", erklärt Andrienko. "In Deutschland kann man ehrlicher sein, was die Themen angeht, Alltagskomik funktioniert aber überall." Der 35-Jährige half den drei jungen Teams, die Witze zu schreiben, probte das Timing und welche Witze beim Publikum besser ankommen. Denn nichts ist für einen Komiker schlimmer als die Stille nach einem Witz, den die Besucher nicht lustig fanden. "Einige konnten damit nicht so gut umgehen, das sind aber wertvolle Erfahrungen", sagt Witz-Coach Andrienko.

(bur)
 
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