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Inner Wheel Club
Karin Vogel will Frauen-Club verjüngen

Inner Wheel Club: Karin Vogel will Frauen-Club verjüngen
Karin Vogel engagiert sich seit rund 30 Jahren im Inner Wheel Club und ist aktuell dort Präsidentin. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Im Frühjahr 1988 wurde der Inner Wheel Club Düsseldorf mit der so genannten Charterfeier offiziell gegründet. Ungefähr seit dieser Zeit, also seit nunmehr rund 30 Jahren, engagiert sich Karin Vogel ehrenamtlich für die Organisation, derzeit sogar als Präsidentin. Inner Wheel ist eine der größten internationalen Frauenvereinigungen mit mehr als 100.000 Mitgliedern in 103 Ländern weltweit. In Deutschland gibt es 226 Clubs.

Die Geschichte von Inner Wheel begann in England während des Ersten Weltkriegs, als Frauen von Rotariern die sozialen Aktivitäten ihrer Männer fortführen wollten, die im Krieg kämpften. "Noch bis vor wenigen Jahren durften nur Frauen oder Witwen von Rotariern Mitglied werden", erzählt Vogel. Als Ehefrau eines Rotariers bekam auch sie selbst damals die Einladung, an einem der monatlichen Treffen teilzunehmen. "Der Zeitpunkt hat gut gepasst", erinnert sie sich. "Meine Kinder wurden erwachsen, und da ich nicht berufstätig war, suchte ich nach einer ehrenamtlichen Aufgabe." Seitdem ist sie Mitglied bei Inner Wheel und hatte schon die unterschiedlichsten Ämter inne, war Clubsekretärin, Distriktssekretärin und Mitte der 1990er Jahre Distriktspräsidentin.

Das Motto der Organisation hat der Wahldüsseldorferin - seit 1970 lebt sie in der Landeshauptstadt - von Anfang an gut gefallen. Es geht neben der Freundschaft untereinander, der gegenseitigen Hilfsbereitschaft und der internationalen Verständigung nämlich vor allem um das soziale Engagement. So unterstützt der Club unterschiedliche soziale Projekte und lokale Organisationen wie etwa die Kaiserswerther Diakonie oder den Caritasverband Düsseldorf.

"Wir setzen uns für ältere Menschen ein und möchten insbesondere Düsseldorfer Kinder fördern. Wir finanzieren beispielsweise regelmäßig Kinderferien- oder Musikfreizeiten", sagt Vogel. Die Freude und das Lachen der Kinder, von denen viele aus schwierigen Familienverhältnissen kommen, seien der schönste Dank. "Immer wieder schreiben uns Kinder ganz wunderbare Briefe, die uns sehr berühren", erzählt sie begeistert.

Dafür sammeln die Mitglieder regelmäßig Spenden und organisieren Benefizkonzerte, oftmals in Kooperation mit der Clara-Schumann-Musikschule. Wichtig ist ihr die Kontinuität der Unterstützung, das Gießkannenprinzip lehnt sie ab. "Ich möchte, dass die Organisationen, denen wir helfen, sich auf uns verlassen können", betont sie.

Für ihre Zeit als Präsidentin des Düsseldorfer Clubs - man wird in der Regel für ein Jahr in das Amt gewählt - hat Vogel sich vorgenommen, sich auch für das Fortbestehen des Clubs einzusetzen. "Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt bei etwa 60 Jahren, deshalb möchte ich nun versuchen, jüngere Frauen für uns zu interessieren", sagt sie. Der erste Schritt wurde bereits getan: Seit einiger Zeit finden die Treffen, bei denen Vorträge zu unterschiedlichen Themen gehalten werden, nicht mehr am Nachmittag, sondern abends ab 19 Uhr statt. So haben auch berufstätige Frauen die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Beate Werthschulte

Quelle: RP
 
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