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Tourismus
Klassentreffen der LTU-Mitarbeiter

Tourismus: Klassentreffen der LTU-Mitarbeiter
Stießen mit ihren Kollegen und Freunden auf alte Zeiten an (v.l.): Wolfgang Hofmann, Michael G. Meyer, Hans-Joachim Driessen und Frans de Ridder. FOTO: h.-j. Bauer
Düsseldorf. Für diesen Abend hat er es noch einmal aus dem Schrank geholt, das rote T-Shirt mit der weißen, altbekannten Aufschrift: LTU. Viele Jahre lang, bis 1999, kurz vor der Krise, war Wolfgang Hofmann Geschäftsführer der LTU Touristik, dem der Düsseldorfer Airline zugehörigen Reiseveranstalter.

Heute ist das, genau wie das Unternehmen, das schließlich von Air Berlin übernommen wurde, lange Geschichte. So ganz von der LTU trennen konnten sich Hofmann und seine Kollegen aber nicht. Am Samstag lud er deshalb zum großen Ehemaligentreffen in die Gaststätte Hirschchen ein. Mit dabei: frühere Mitarbeiter, Führungskräfte wie Ex-LTU-Chef Jobsi Driessen und Weggefährten aus der Tourismus-Branche wie Klaus Laepple, Ehrenpräsident des Deutschen Reiseverbandes.

"Bei LTU war es von Anfang an so, dass wir mehr waren als nur Kollegen. Wir waren eine richtige Gemeinschaft. Das ist so, wenn man ein Unternehmen dabei begleitet, wie es immer größer wird", sagt Hofmann.

Auch heute noch tausche man sich über das soziale Netzwerk Facebook über die alten Zeiten aus und habe schon lange geplant, ein gemeinsames Treffen zu organisieren. "Jetzt hat es endlich geklappt und wir sammeln die E-Mail-Adressen aller Gäste, so dass wir noch weiter in Kontakt bleiben können", so Hofmann.

Rund 80 Kollegen und Freunde folgten der Einladung, schätzt Mitorganisator Michael G. Meyer, der lange Zeit für das Marketing der LTU- Gruppe zuständig war. Schon immer habe die Marke mehr ausgemacht als nur das Geschäft, ist er überzeugt. Eine seiner liebsten Erinnerungen ist die an die jährliche Karnevalssitzung von LTU in Köln: "Da sind wir doch tatsächlich als Düsseldorfer Unternehmen nach Köln zum Feiern gegangen. Das war später die beliebteste Veranstaltung der Kollegen und unserer Partner, wer eine Karte bekommen hat, konnte sich glücklich schätzen."

Andrea Dirkes, die neun Jahre lang Assistentin der Geschäftsführung war, erinnert sich vor allem gerne an die Begrüßung neuer Flugzeuge in der Flotte der Airline: "Die ganze Belegschaft stand dann jubelnd mit Fähnchen am Rollfeld, wenn eine neue Maschine erstmals eingeflogen wurde", erzählt sie. "Selbst wenn ich manchmal zehn Stunden am Tag gearbeitet habe, hätte ich mir doch keinen besseren Job vorstellen können."

Das sahen am Samstagabend wohl die meisten Gäste so, resümieren die Organisatoren des Treffens: "Wenn die LTU morgen plötzlich wieder an den Start gehen würde, wären wir alle dabei", sagt Michael G. Meyer. Da das allerdings wohl nicht passieren wird, bleibt ihnen zumindest noch die Erinnerung - und vielleicht ein weiteres Treffen im nächsten Jahr. Laura Ihme

Quelle: RP
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