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Fünf Lieblingsorte Von Shia Bender
Kunst und Literatur prägen ihr Leben

Fünf Lieblingsorte Von Shia Bender: Kunst und Literatur prägen ihr Leben
Stammkunden wie Shia Bender dürfen auch schon mal die Leiter in der Literaturbuchhandlung benutzen, um sich ein Buch auszusuchen. FOTO: H.-J. Bauer
Düsseldorf. Ihr Vorname Shia klingt ungewöhnlich. "Es bedeutet westlich von Asien", erklärt die Galeristin Shia Bender. Ihr Mann Kanjo Také, ein Deutsch-Japaner, habe sie so genannt. Und darum nennt sie sich nun auch so. Seit 14 Jahren sind die beiden ein Paar, seit drei Jahren verheiratet. Von Anke Kronemeyer

Es ist die Kunst, die sie verbindet, die aber auch schon Benders ganzes Leben geprägt hat. Schon im Elternhaus in Konstanz am Bodensee pflegten die Eltern Kontakte zu Künstlern. "Kunst und Literatur sind mir immer wichtig gewesen." Mit 19 zog sie aber aus dem Elternhaus aus, heiratete einen Pharma-Industriellen und lebte mit ihm im Rheinland.

Die Ehe hielt nicht lange, und die junge Frau stieg in die Düsseldorfer Kunstszene ein - auch durch den Kontakt zur Galeristin Heike Kurze in der Carlstadt und Siegfried Cremer, damals Professor an der Kunstakademie. Bender belegte Seminare über Picasso und die Renaissance. Ihre zweite Ehe brachte sie dann einige Jahre von dem eingeschlagenen Weg ab, sie sammelte aber weiter Kunst und unterstützte als Mäzenin viele Künstler. Nach dieser Ehe wurde dann alles anders, blieb sie der Kunst treu: Mit dem Künstler Kanjo Také an ihrer Seite fand sie die passenden Räume für die "Galerie Shia Bender" neben dem Savoy Theater an der Graf-Adolf-Straße 49, in der sie jetzt selbst Avantgarde-Künstler ausstellt, er seine vor allem großformatigen Werke zeigen kann.

Es sind nun darum auch Kunst und Kultur, die zum großen Teil die Lieblingsorte der Wahl-Düsseldorferin mit Wohnung in Golzheim prägen.

Literaturbuchhandlung Müller&Böhm An der Bolker Straße und an der Neustraße hat sie über die Jahre ihre komplette private Bibliothek erstanden. Es sind zeitgenössische Autoren, die sie interessieren. Ein Krimi käme ihr nie ins Haus.

Kunstsammlung NRW Die Bilder von Pollock, Max Ernst oder Kurt Schwitters gehören zu ihren Lieblingsbildern. Auch wenn sie schon etwas länger nicht mehr in den Ausstellungsräumen am Grabbeplatz war, plant sie noch in diesem Monat einen Besuch der Uecker-Ausstellung. Auch das Ständehaus findet sie toll. "Es liegt für mich nur nicht so zentral."

Langen Foundation In dem Museum von Tadeo Ando auf dem Gelände der Museumsinsel Hombroich war sie zuletzt zur Piene-Ausstellung, fährt regelmäßig mehrmals im Jahr dorthin, um vor allem die karge Architektur, aber auch die Natur zu genießen.

Restaurantschiff Canoo Dorthin geht sie am liebsten mit Mann und Hund Pona, einem Kurzhaar-Chihuahua. bestaunt den Sonnenuntergang, sitzt je nach Wetterlage draußen oder drinnen, blättert in den dort ausliegenden Kunstmagazinen oder genießt einfach nur einen Drink. "Das ist dann wie Urlaub."

Königsallee Diese Einkaufsstraße ist für Shia Bender das "Herz der Stadt". Sie geht vorzugsweise auf der Seite mit dem Kö-Graben spazieren und guckt sich das Treiben auf der Geschäfte-Seite an. Aber: Sie kauft sich auch schon mal ein paar Schuhe oder die ein oder andere Handtasche.

Quelle: RP
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