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Theaterpremiere
Lob für das neue Brücken-Foyer im Schauspielhaus

Düsseldorf. Weithin sichtbar leuchtet der Schriftzug "Düsseldorfer Schauspielhaus" und weist den Weg ins Central, der Nebenspielstätte am Hauptbahnhof, die fürs Erste auch die Hauptspielstätte des Theaters ist.

Bei der Premiere von Brechts "Kleinbürgerhochzeit" flanieren die Besucher erstmals über die zum Foyer umgestaltete "Brücke in die Zukunft". Fast alle Anwesenden sind begeistert von dem urbanen Flair. "Genial, das hat nichts Abgehobenes, das passt in unsere Zeit", lobt Architekt Wolfgang Döring.

"Jungen Leuten wird es gefallen." Eine feine Dame schaut sich prüfend um: "Sieht doch gar nicht so schlimm aus!" PR-Beraterin Rita Hirlehei meint: "Der Blick auf hässliche Häuser hat was Großstädtisches. Mir gefällt auch die größere Beinfreiheit im Theaterraum." Michael Strahl findet die Atmosphäre anregend und spannend. "Wir können hier ein völlig anderes Publikum erreichen", vermutet der Freundeskreis-Vorsitzende. Als häufige Theatergängerin hätte es Waltraud Rehders zwar gern "noch etwas gefälliger, auch in der Gastronomie", wird dem Haus aber treu bleiben.

Selbst Eva Stroux, Witwe des legendären Intendanten Karl-Heinz Stroux, beklagt sich nicht: "Theater ist immer aufregend." Zumal heute ihre Enkelin Louisa mitspielt. Deren aus Wien angereister Vater Thomas Stroux hat als gestählter Theatertourneeleiter einen besonderen Blickwinkel: "Provisorien sind oft reizvoller als Perfektion."

(go)
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