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Besuch
Marriner wollte Wohnung von Schumann sehen

Düsseldorf. Einer der schönsten Momente des ausklingenden Jahres liegt für Thomas Beckmann erst einige Tage zurück: Der Cellist hatte überraschend den weltberühmten Dirigenten und Geiger Sir Neville Marriner zu Gast.

Nach dem Konzert unter seiner Leitung wollte der Engländer unbedingt wissen, wo der Komponist Robert Schumann einst gelebt hatte. Manfred Hill, Leiter des Städtischen Musikvereins, nahm ihn mit in die Bilker Straße – dort wohnt heute der Musiker Beckmann. "Es war überwältigend", sagt er, "da kam der Papst zum Lehrling.

Sir Marriner ist für mich der größte lebende Dirigent, der Nestor seines Fachs." Doch es wurde noch besser. Er sollte seinem Besuch auf dem Cello vorspielen, was er mit Freuden tat. Prompt erhielt er die Einladung, bei einem Konzert der Berliner Philharmoniker in London unter Marriners Dirigat den Part auf dem Solo-Cello zu übernehmen. Beckmann: "Es ist, als ginge die Tür zur internationalen Orchesterwelt auf. Ich bin überglücklich. Damit schließt sich eine Lücke in meinem Lebenslauf."

(go)
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