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Streetfood
Meister des Im-Stehen-Essens

Streetfood: Meister des Im-Stehen-Essens
Torsten Hülsmann (l.) und Antonio Buntenkötter – hier in der Küche von „U. Das Restaurant“ – konzentrieren sich auf Streetfood. FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Zurzeit sind sie auf der Suche nach dem perfekten Huhn. Denn nur das hat viel Fleisch, das aromatisch schmeckt und sich perfekt für Chicken Wings oder andere, leicht zu essende Gerichte eignet.

Die Köche Torsten Hülsmann (35) und Antonio Buntenkötter (36) haben viel vor mit dem perfekten Huhn. Leicht heißt in ihrem Fall: auf die Hand. Nicht groß auf dem Teller anrichten, sondern "einpacken", am besten in einen Burger, den man im Stehen/Gehen essen kann. Denn Streetfood ist der neue Trend in der Gastronomie und wird für Düsseldorfer immer wichtiger. Anfang März findet im Stahlwerk das zweite Düsseldorfer Streetfood-Festival statt, das der Beginn einer ganzen Reihe sein könnte. Mit dabei: Hülsmann und Buntenkötter.

Der erste hat im Schiffchen und im Monkey's gearbeitet, sein Freund Antonio unter anderem im Steigenberger Parkhotel und drei Jahre in Sydney. Die beiden kennen sich seit ihren Lehrjahren, haben nie den Kontakt verloren. Als Buntenkötter in Australien war, lernte er die dortige Burger-Kultur kennen. "Da haben wir beide nachts geskypt und uns über Burger unterhalten." Hülsmann konzentrierte sich in der Zeit auf seine neue Arbeit als Foodstylist. Er arbeitet dabei mit dem Fotografen Oliver Bracht zusammen. Beide produzieren Food-Fotos und Rezepte für Gastro-Magazine. Als Buntenkötter, der sich in Downunder auch zum Fan von asiatischer Küche entwickelte, zurück in Düsseldorf war, schlossen sich die beiden in der Küche von Marcel Schiefers Restaurant "Schorn" ein und fingen an zu "basteln". Sie wollten ihre eigenen Burger entwickeln, mit dem eigenen Anspruch an hochwertige Lebensmittel. Das Ergebnis liegt vor ihnen: Das Kochbuch "Burger - homemade" aus dem Hölker Verlag ist bereits in der dritten Auflage gedruckt. Oliver Bracht war auch hier der Fotograf.

Das zweite Kochbuch ist in Arbeit, aber zurzeit beschäftigen sich die beiden viel mehr mit Streetfood und entwickeln dafür passende Gerichte. Sie waren beim ersten Festival der "Straßenköche" im Boui Boui Bilk dabei, beim zweiten im Stahlwerk (7./8. März) sind sie es ebenfalls und stehen auch beim Ableger in Köln am Herd. Die Gerichte fürs Stahlwerk-Festival stehen noch nicht ganz fest: Vielleicht werden es Schweinebauch, Chicken Wing und Laksa, eine malayische Suppe mit selbst gemachter Currypaste. Fest steht nur, dass die beiden reichlich Ware mitbringen. Im letzten Monat haben sie beim Kölner Streetfood-Festival 550 Portionen verkauft. Darum würden sich die Köche auch freuen, wenn Düsseldorf nach Berliner Vorbild ebenfalls regelmäßig zum Streetfood-Festival einlädt.

Anke Kronemeyer

Quelle: RP
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