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Sport
Verkleidete Fans bejubeln Dart-Spieler im Maritim-Hotel

Michael van Gerwen bei European Darts Open in Düsseldorf
Carsten Einhart, Nicole Schumann, Jens Hagen und Michaela König jubeln als Panzerknacker verkleidet für den Schotten Gary Anderson. FOTO: A. Endermann
Düsseldorf. Sie singen, sie jubeln, sie trinken Bier. Und wenn einer der Spieler dreimal hintereinander ins Schwarze trifft und somit 180 Punkte schafft, dann rasten sie aus - im positiven Sinne. Euphorisch, ja. Aber friedlich. Bei den "European Darts Open", dem sechsten von insgesamt zehn Turnieren der PDC European Tour, sind am Wochenende im Maritim-Hotel 48 Dartspieler gegeneinander angetreten. Mit dabei war auch der Niederländer Michael van Gerwen, aktuell Platz eins der Dart-Weltrangliste.

Sven Lepartz ist angereist, um in erster Linie Peter Wright aus Schottland anzufeuern. Seit drei bis vier Jahren ist er Dart-Fan. "Seit hier in Deutschland der Hype ausgebrochen ist", erklärt er. Lepartz bewundert Wrights Ausstrahlung, seine Kleidung und seine Extravaganz. Und offenbar auch seine Haare, denn der 24-Jährige trägt eine Perücke mit einem ebenso bunten Irokesenschnitt, wie Wright ihn trägt. Mit Freunden ist er aus Mechernich angereist. "Das Beste am Dart ist die freundschaftliche Stimmung", findet er. "Es ist wie Karneval, man ist verkleidet und trinkt gemütlich ein Bierchen oder auch zwei."

Sven Lepartz (24) trug die Haare wie sein Dart-Idol Peter Wright. FOTO: Endermann Andreas

Um die Spieler anzufeuern, werden Lieder angestimmt. Bei "Stand up if you love the Darts" singt der ganze Saal und die große Liebe für die kleinen Pfeile wird spürbar. Auch ein Stück von der Fußball-EM haben die Dart-Fans für ihren Sport adaptiert: "Will Grigg´s von Fire" und der isländische "Hu"-Ruf heizen die Stimmung bei der Dart-Party genauso an wie auf den EM-Fanmeilen. Eigentlich scheint es auch egal zu sein, wer hier für wen ist, denn passiert auf der Bühne etwas Besonderes, jubeln alle gemeinsam. "Wer ein gutes Spiel macht, hat den Applaus verdient", findet Carsten Einhart. Mit drei Freunden ist der Hobby-Dartspieler aus Worndorf am Bodensee angereist, sie drücken Gary Anderson, der auch "The Flying Scotsman" genannt wird, die Daumen. Dafür haben sie sich Panzerknacker-Kostüme gekauft. Das gehöre dazu, findet Michaela König. Nächstes Jahr will die Gruppe zur Dart-WM nach London reisen.

(tak)
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