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Matthias Brandt
Nach der Behandlung ein Eis auf Rezept

Düsseldorf. Wer bei Dr. Brandt besonders tapfer ist, bekommt ein Rezept für ein Eis - inklusive bunter Illustration und aufgeklebtem Zwei-Euro-Stück. Allerdings nicht als Erwachsener - nur Kinder kriegen beim 57-jährigen Handchirurgen mit Praxis in Pempelfort das süße Trostpflaster.

"Als Kinderarzt würde ich arm damit", gibt Brandt zu, denn das Eis zahlt nicht die Krankenkasse, sondern der Arzt aus eigener Tasche. "Aber in unsere Praxis kommen maximal zehn Kinder die Woche, und ein Eis gibt es nur, wenn was Größeres ist." Etwa, wenn der Gips weh tut oder Fäden gezogen werden müssen. Sonst gebe es Gummibärchen.

Medizinische Bedenken, Süßigkeiten zu verschreiben, hat Matthias Brandt nicht: "Eine kleine Belohnung geht schon in Ordnung."

Gewundert hat Brandt sich über den Rummel um seine Eis-Rezepte. "Ich mache das ja schon seit 20 Jahren so." Am Wochenende hatte aber die Mutter eines kleinen Patienten ein Foto des Rezepts bei Facebook gepostet. Seitdem macht die Geschichte die Runde. Brandt: "Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das irgendwo zu posten. Ich bin ja nicht mal bei Facebook."

(hpaw)
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