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Single-Leben
Nadine Kretz schreibt über Dates

Single-Leben: Nadine Kretz schreibt über Dates
Sie ist mittlerweile eine Expertin für Singles. Mit "100 miese Dates" beschreibt Nadine Kretz ihre eigenen Erfahrungen mit Männern. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Es gab Zeiten, da litt Nadine Kretz unter ihrem Single-Dasein. Noch gut kann sie sich an Momente des Frustes und der Hoffnungslosigkeit erinnern. Alles Kummer von gestern.

Heute genießt sie eine neue Lebensrolle, und mit ihrer kessen und unabhängigen Haltung ist sie für viele sicher einer der begehrtesten Singles Deutschlands. Gerade veröffentlichte sie ihr zweites Buch "100 Miese Dates - und die Suche nach der Liebe". Dabei schreibt sie von ihren Erfahrungen als Düsseldorfer Single, einigen wahrlich miesen ("Im Kino an den Fingernägeln kauen und diese dann durch den Saal schmeißen, geht gar nicht") und durchaus guten Rendezvous ("Wenn es passt, dann fühlt Frau das auch") mit Männern.

"Der typische Düsseldorfer ist schon eher speziell", sagt Kretz nachdenklich. "Viele suchen erstmal ein Püppchen, aber das bin ich nicht. Ich bin eine eigenständige Person und nehme kein Blatt vor den Mund." Kretz wollte kein Dating-Buch schreiben, in dem sie die verschiedenen "Single-Theorien" sachlich abarbeitet, und auch keinen Roman über ihr Leben. Stattdessen erklärt sie vieles anhand ihrer eigenen Erfahrungen. Die Idee kam ihr beim Lesen verschiedener Datingbücher, denn sie stellte sich die Frage: "Was fehlt mir eigentlich?", und die Antwort war: "Ein persönlicher Bezug, deshalb erzähle ich von meinem Leben." Bereits im Vorwort schreibt sie: "Ich würde Sie gerne in meinem Buch duzen, weil ich eine persönliche Ansprache wählen möchte, und hoffe auf ihr Einverständnis." Das Ziel von Nadine Kretz ist es, einen Denkprozess beim Leser auszulösen, indem sie über das eigene Verhalten beim Flirten, Daten oder dem generellen Umgang mit anderen reflektiert. Sie selbst sei vorher "sehr blockiert" gewesen, gesteht sie, das habe sich durch das Schreiben des Buches aber geändert. Nun hofft sie, dass ihr Werk auch ihren Lesern helfen kann. Geschrieben hat sie übrigens nicht im Nachhinein, sondern immer direkt frisch nach den Dates, "deshalb wusste ich auch nicht, wie das Buch ausgeht und wo es mich hinbringt. Das war schon spannend", sagt sie lachend. Sie lacht generell recht viel. Die gelernte Eventmanagerin hätte sich noch vor ein paar Jahren nicht vorstellen können, in der Öffentlichkeit über ihr Leben zu sprechen, geschweige denn, ein Buch darüber zu schreiben. "Ich habe selten bis nie etwas auf Facebook geteilt, und bei Whatsapp war ich lange auch nicht", sagt sie. "Jetzt fühle ich mich schon ein bisschen wie auf dem Präsentierteller." Vom "Phänomen Whatsapp", "Generation Textnachrichten" und was sich dadurch für sie in der Liebe verändert hat, schreibt sie auch. Durch diese Dienste gäbe es viele Missverständnisse und Kommunikationsprobleme. Das ist auch das Hauptthema in ihrem bereits im Dezember veröffentlichten Buch "Ruf doch mal an, Mann!: Mysterium Kommunikation". Vorgestellt hat sie ihr neues Buch zunächst auf Mallorca. Es sei nun mal die Single-Insel, ein geeigneter Ort also, um ein Buch über das Single-Leben zu präsentieren, wie sie keck bemerkt. In Düsseldorf las sie in der Bar der Spoerl Fabrik in Pempelfort. Bei der anschließenden Diskussion, bei der sie Tipps zur Partnersuche gab und Fragen der Zuhörer beantwortete, war sie besonders erstaunt und positiv überrascht, dass die Hälfte der Anwesenden Männer waren. Die interessierte besonders die Frage, weshalb es so viele Frauen eigentlich immer auf die "Bad Boys" abgesehen haben. Julietta C. Bandel

Quelle: RP
 
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