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Brauchtum in Düsseldorf
Narrenzunft feiert ein "Regenfest" auf dem Marktplatz

Brauchtum in Düsseldorf: Narrenzunft feiert ein "Regenfest" auf dem Marktplatz
Die Band Danny & The Chicks trat beim Fest der Narrenzunft auf, und trotz des Regens hörten viele Besucher zu. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Mathias Neubauer nahm es höchst gelassen. Der Vorsitzende der Düsseldorfer Narrenzunft konnte bei der Eröffnung des Sommerfestes ja auch nichts am Wetter machen: Der Himmel hatte die Schleusen geöffnet, und bei Temperaturen um die 17 Grad war von Sommer nicht viel zu sehen.

"Also habe ich unser Regenfest eröffnet", meinte er gequält lächelnd. "Das passt ja auch zum neuen Sessionsmotto 'Jeck erst recht'. Wir können auch bei Regen feiern." Auch Schatzmeister Dieter Haack sah das so, definierte Regen kurzerhand als "flüssigen Sonnenschein".

Die Überschüsse des Sommerfestes der Narrenzunft werden dieses Jahr an die "Bolzplatzhelden" gestiftet, eine Initiative der Bürgerstiftung, die Kindern ein kostenloses Fußballtraining ermöglicht. "Wir sind mit unserem Sommerfest jetzt zum sechsten Mal auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Und immer sind 2000 bis 3000 Euro für einen guten Zweck zusammen gekommen", so Neubauer.

Um dieses Ziel zu erreichen, hatte die Narrenzunft auf dem Marktplatz ein sieben Stunden langes abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dabei wilderten sie ordentlich in der karnevalistischen Künstlerecke, baten unter anderem "den singenden Wirt" Heinz Hülshoff, die Swinging Funfares und die Tanzgarde der Prinzengarde Blau-Weiß zum Auftritt. Aber auch eine echte Rock-Band, 103 Ohm, Schlagersänger Thorsten Sander und Alt-Rock'n Roller Cisco Steward sorgten für Stimmung und dadurch für verlängerte Verweildauer auch an den Getränke- und Essensständen.

Zu Anfang waren allerdings vor allem viele der knapp 100 Narrenzünftler und Mitglieder befreundeter Karnevalsgesellschaften vor der Bühne zu sehen, etwa von den närrischen Lohausern, den Düsseldorfer Räbbelche, den Düssel-Narren oder den Rather Aape. "Bis 18 Uhr hatten wir zum Glück eine vierstündige Regenpause. Da füllte sich der Marktplatz etwas", meinte Neubauer nachher. "Unterm Strich müssen wir zufrieden sein." Die Höhe der Spende an die Bolzplatzhelden ließ sich so kurz nach dem "Regenfest" allerdings noch nicht beziffern.

(tino)
 
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