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Matthias Steiner
Olympiasieger in Übergröße

Düsseldorf. Einst war er der stärkste Mann der Welt. In den zwei Disziplinen Reißen und Stoßen zusammen brachte Gewichtheber Matthias Steiner bei den Olympischen Spielen 2008 461 Kilogramm zur Hochstrecke. Heute ist der gelernte Gas-, Wasser- und Heizungsinstallateur Buchautor, Moderator und Vortragsreisender. Sein Werk "Das Steiner-Prinzip" stellt unter anderem vor, wie das einstige Superschwergewicht von gut 150 Kilogramm, bei einer Körpergröße von 1,83 Metern wohlgemerkt, binnen eines Jahres 45 Kilogramm schlanker wurde.

"Mich haben viele Leute angesprochen und wollten wissen wie ich das gemacht habe, welche Diät ich benutzt habe, welche Geheimnisse dahinter stecken. Daraus ist die Idee entstanden, das alles mal aufzuschreiben", erläuterte Steiner nach einer Lesung in der Mayerschen-Droste Buchhandlung. Er gab den Input, formuliert hat es seine journalistisch erfahrene Frau Inge.

Bei Steiner von einer Lesung zu reden, ist aber falsch. Es war eine "Personalityshow" mit hohem Glaubwürdigkeitsfaktor. Der 33-Jährige hat innerhalb von vier Jahren 45 Kilogramm zugenommen, um sein Ziel "Olympiasieg" zu erreichen. "Damals hatte ich das Gefühl für meinen eigenen Körper verloren. Ich habe mich mindestens 20 Kilo leichter gefühlt", so Steiner. "Als meine Mutter mich so gesehen hat, hat sie nur gesagt: ,Bua, wia schaust du denn aus'." Da wurde ihm der Unterschied zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung vor Augen geführt. Nach seiner Sport-Karriere war ihm klar: "Du musst abnehmen." Und das tat er ohne spezielle Diät. "Es gibt keine Patentlösung. Jeder Mensch ist anders und muss seinen eigenen Weg finden", sagt das heutige 105-Kilo-Kraftpaket.

(tino)
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