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Karneval
Präsidenten wollen "keine dreckige Wäsche waschen"

Karneval: Präsidenten wollen "keine dreckige Wäsche waschen"
Hofft auf einen konstruktiven Abend: Heinz Nunnendorf FOTO: B. Schaller
Düsseldorf. Heute abend sind rund 70 Präsidenten der Karnevalsgesellschaften ins Townhouse eingeladen. Gastgeber ist das CC, das seinen Mitgliedern sein Konzept zur Vorstandsbesetzung vorstellen will. Das wurde nötig, nachdem Präsident Josef Hinkel, Geschäftsführer Christoph Joußen und Schatzmeister Markus Plank zurückgetreten waren. "Wir müssen ja jetzt nach vorne gucken", so Vizepräsident Michael Laumen.

Er und der restliche CC-Vorstand hatten sich gestern abend auf ein Procedere geeinigt, zu dem sie den Medien aber noch keine Details erzählen wollten, sondern erst heute den Präsidenten. Ob es zu einer offenen Aussprache kommen wird? Dennis Klusmeier von den Spiesratze fände das wichtig: "Die ganze Geschichte ist ja ziemlich doof gelaufen, darüber muss man ja mal reden." Er möchte auch über die Satzung des CC sprechen, denn dort stehe, dass nur eine Mitgliederversammlung den Vorstand abberufen könne. Clemens Kaiser von der Hoppediz-Wache hat nur eine Frage: "Wer soll den Job jetzt machen?" Die Fußstapfen von Hinkel und Joußen seien enorm groß. Stephan Friedel, Präsident der Gerresheimer Bürgerwehr, hofft, dass nach den letzten Woche der Unruhe es jetzt im CC-Vorstand ein bisschen ruhiger zugeht. Er will heute abend auf keinen Fall nachtreten. Wichtig sei nun, dass das CC weiter "modern und mit Esprit" geführt werde. Heinz Nunnendorf von der Gesellschaft Elf vom Dörp hofft auf einen konstruktiven Abend: "Es sollte keine dreckige Wäsche gewaschen werden." Er meint, dass nicht schon am 6. Mai, sondern im September ein neuer Vorstand gewählt werden sollte. "Oder dann, wenn jemand zur Verfügung steht, der vielleicht nicht adhoc kann."

Hintergrund: Stefan Kleinehr, der als Präsident im Gespräch ist, ist ja auch Präsident des AVDK, der im nächsten Jahr sein Jubiläum feiert. Zwei Präsidenten-Jobs sind laut Satzung nicht erlaubt. Thomas Puppe, Präsident der KaKaJu: "Es muss sich jemand finden, der auf jeden Fall mit Engagement die Sache übernimmt."

(ak)
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