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Order-Wochenende
Prinzessin und Promis machen in Mode

Düsseldorf. Nun ja, Königliche Hoheit, Ihr Auftritt ist in der Tat ein bisschen schrill und wir sind umgehend voller Vorurteile: Maja von Hohenzollern (44), posiert im Fashion House bei einer Headwear-Messe namens Date für ihre Hutkollektion und ist offenbar wild entschlossen, Aufsehen zu erregen. Kein Problem in (geschätzt) zwölf Zentimeter hohen, pink glitzernden Pumps, zu denen das hautenge, kurze Kleid perfekt passt und auch das Gebilde auf den kunstvoll zum Zopf geflochtenen weizenblonden Haaren. Dieses Ding als Hut zu bezeichnen wäre diskriminierend, daher gibt Hoheit ihren Kreationen lieber vielversprechende Namen: "Big wow" heißt eine, andere "must have" oder "sexy loop". Hüte für jeden Anlass, wie das Prinzesschen kess doziert, was aber mit Skepsis angenommen wird angesichts der luftigen Kreationen, teilweise klein wie das Nest einer Meise oder vom Format eines Karrenrades.

Maja, die 1971 in Dresden als Maja Synke Meinert zur Welt kam, ficht derlei Skepsis nicht an - immerhin heißt ihr Label "Urban Princess", und so stellt sie sich halt das vor, was die Großstadtprinzessin auf dem Kopfe tragen sollte. Dass Sie mal von Hochadel sein würde, hat sie sich bis 1999 vermutlich nicht vorstellen können. Die Blondine mit dem IQ von 148, Einserabitur und Studium (u.a. Medienwissenschaften) war das, was man damals als Karrierefrau bezeichnete, als ihr Ferfried "Foffi" von Hohenzollern (knapp 30 Jahre älter) vor die zierlichen Füßchen lief. Der Spross uralten deutschen Adels verfiel der hübschen Sächsin, man heiratete. Was ihn nicht davon abhielt, wenige Jahre später mit einer gewissen Tatjana Gsell seinen Sinn fürs Bürgerliche nochmals zu beweisen. Eine der Folgen für ihn war die Scheidung von Maja, die außer schlechten Erinnerungen nur den Namen behielt. Den vermarktet sie seitdem sehr klug mit modischem Schnickschnack, was kluge PR-Strategen jetzt für die Hutmesse im Fashion House nutzten. Die Idee ging auf: Vor ihrem Messestand war der Andrang beachtlich, da konnten die vielen anderen Ausstellern nebenan mit ihren Mützen, Hüten und Schals nur neidisch gucken.

Auch bei der Modemesse Streetstyle@Gallery auf dem Areal Böhler lockten gestern schon die ersten bekannten Namen. Musik machten bei dem Event beispielsweise Boris' Sohn Noah Becker (seine Mutter Barbara Becker war auch da und präsentierte ihre neue Kollektion), Popsängerin Cassandra Steen und Loona. Auch Rapper Mr. Probz war da. Unter den Gästen des Mode-Events war gestern unter anderem der kamerunische Fußballer Mohamadou Idrissou. Heute geht die Veranstaltung mit Modenschauen und Musik weiter: Unter anderem werden nachmittags die Rapper Farid Bang und Kollegah erwartet.

Hans Onkelbach

Quelle: RP
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