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Elfmeterstiftung
Promis spielen Rollstuhl-Basketball

Elfmeterstiftung: Promis spielen Rollstuhl-Basketball
Fortune Jens Langeneke (l.) und TV-Star Manuel Andrack (r.) wärmen sich mit anderen Basketballern fürs Spiel auf. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Fortuna-Spieler Kevin Akpoguma schnappt sich den Ball, spielt einen langen Pass auf Oliver Fink und der Mittelfeld-Akteur fackelt nicht lange, schließt ab und das Netz wackelt. "Das hat Spaß gemacht. Es ist eine neue Erfahrung für mich Top-Scorer zu sein", meint Fink lächelnd. Sechs Punkte machte er und führte das Team zum klaren 11:2 Erfolg. Normalerweise erzielen Fußballer Tore, aber diesmal standen Fink, Akpoguma sowie Jens Langeneke und Taylan Duman in gegnerischen Rollstuhl-Basketballteams. Auf Einladung der Elfmeterstiftung und in Kooperation mit dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW (BRSNW) begaben sich die Fortunen auf der Messe Rehacare auf neues spielerisches Terrain. Auf gewohntem Terrain bewegten sich hingegen die Rollstuhl-Basketball Junioren-Nationalspieler Dominik Vogt und Sebastian Staub. Sie fuhren den Kickern gehörig um die Nase. "Schon beeindruckend, was für ein Tempo die Jungs mit dem Rollstuhl gehen", sagte Fink. "Das war ganz schön anstrengend, besonders für den Oberkörper", ergänzte Akpoguma.

"Man hat die Perspektive gewechselt und sieht, wie anders es ist, im Rollstuhl zu sitzen. Beim Basketball hatten wir das Handicap", erläutert TV-Star und Buchautor Manuel Andrack. "Rollstuhlfahren ist eine elegante Art der Fortbewegung. Als ich nach gut einer Dreiviertelstunde wieder aus dem Rolli aufgestanden bin, kam ich mir richtig plump vor." Die Elfmeterstiftung hatte die Fortunen, Andrack, und das Düsseldorfer Prinzenpaar der Karnevalssession 2014/15 Christian Zeelen und Claudia Monreal zum Rolli-Basketball gebeten, um den Stiftungszweck zu werben und zu sensibilisieren. Kindern und Jugendlichen mit Querschnittlähmungen soll eine zweite Lebenschance gegeben werden, und die medizinische und wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Rückenmarksverletzung wird unterstützt. "Querschnittslähmung soll heilbar werden", so umreißt Stiftungsvorsitzender Michael Weichler das ehrgeizige Ziel. Auf der Rehacare wurde aber nicht nur geworben, sondern auch der Stiftungszweck mit Leben gefüllt. So übernahm die Elfmeterstiftung die Finanzieren für den Ankauf und die Ausbildung eines Servicehundes für Janina Sommer. Als 16-Jährige hatte Sommer einen Unfall und sitzt seitdem mit einer hohen Querschnittlähmung im Rollstuhl. Sie kann die Hände nicht bewegen. Der Golden Retriever wird ihr beim Anziehen, beim Türe öffnen und weiteren alltäglichen Dingen Helfen. Er wird Collin heißen.

(tino)
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