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Ständehaus-Treff
Religionsgipfel mit Kardinal Woelki

Ständehaus-Treff: Religionsgipfel mit Kardinal Woelki
Uwe Baust, Niederlassungsleiter der Commerzbank (l.), und Arnd Fittkau, Geschäftsführer Deutsche Annington FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. Kanzler, Minister und Vorstandschefs sind Stammgäste beim Ständehaus-Treff, Kardinäle dagegen der Ausnahmefall. Kein Wunder, dass der gestrige Besuch des noch immer "neuen" Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki einige Aktivitäten auslöste: zunächst am Einlass, wo der - wie viele andere auch - wegen Regens und der daraus resultierenden Staus verspätete Gast zunächst nicht durchgelassen wurde. Als das Problem gelöst war, führte Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung, den Erzbischof durch die Ausstellung des K21: "The Problem of God".

Am Vip-Tisch, an dem Woelki dann Platz nahm, waren die Servietten in Form einer Mitra, der Bischofsmütze, gefaltet. Bei der Tischdeko wiederum bewies Lutz Smits Kreativität. Er hatte den Kölner Dom im Programm, und wer das rote Objekt mit nach Hause nahm, kann es nun als Förmchen einsetzen. Auch sonst war alles zum Wohlgefallen des hohen Würdenträgers ausgerichtet. Es gab Himmel & Ähd, Gans, schließlich Christstollen-Parfait - und zum Abschied für den Geistlichen als Dankeschön eine imposante Kerze, einen halben Meter lang und mit acht Zentimetern Durchmesser ein Prachtexemplar, eigens für diesen Tag hergestellt, mit dem Ständehaus-Logo und dem Datum des Besuchs versehen. Etwas Ähnliches (mit blau-weißem Rauten-Logo) bekam bislang beim Ständehaus-Treff nur Uli Hoeneß, da war er jedoch nicht der verlorene Sohn des FC Bayern. Auffällig war der Andrang religiösen Publikums: Düsseldorfs Stadtdechant Ulrich Hennes war da, Dechant Michael Dederichs, Cornel Hüsch (2. Diözesanrat Erzbistum Köln)und Walter Pesch (Vorsitzender Katholikenrat im Rhein-Kreis Neuss). Superintendentin Henrike Tetz wäre gerne dabei gewesen, war aber krank.

Marion Lammers von Deloitte & Touche (li.) und Edda Metz, Geschäftsführerin von Möbel Höffner FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Die Besucher erlebten einen Kirchenmann der sanften Worte, der meist auf Linie argumentierte und um die ernsten Fragen der Zeit weiß: die Themen Frieden und Flüchtlinge, für die das Gebot der Nächstenliebe in seinen Augen besonders gilt, bewegen ihn.

Woelki ist in Köln geboren und den Schal des heimischen FC trägt er mit einem Lachen im Gesicht, wie ein Foto zeigte. Dass er in Vennhausen ein Praktikum gemacht hat, hat jedoch Spuren hinterlassen. "Ich trinke lieber Alt als Pils", bekannte Woelki und trank auf dem Podium Uerige.

Auf den Besuch von Kardinal Woelki (2.v.r.) waren unter anderem Peter Jung (Jung Produktion), Stadtdechant Ulrich Hennes und Karl-Heinz Schultheis (Augusta-Krankenhaus) gespannt. FOTO: Hans-Jürgen Bauer

Dass er Papst werden könnte, mochte der Kardinal aus Gottesfurcht nicht ausschließen. Hennes wünschte sich zum Abschluss auf der Bühne, dies möge jedoch nicht der Fall sein. Uwe-Jens Ruhnau

Quelle: RP
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