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Aktion
Leser testen das neue Rheinbad

RP-Leser testen das neue Rheinbad in Düsseldorf
Endlich mal richtig ausholen - 15 RP-Leser und ihre Begleitung konnten jetzt das neue 50-Meter-Becken im Rheinbad ausprobieren, das morgen offiziell eröffnet wird. FOTO: andreas endermann
Düsseldorf. Freischwimmen heißt es und tatsächlich, es muss nicht immer das Meer sein, auch ein räumlich umgrenztes Becken kann genau dieses Gefühl auslösen - von Weite und dieser Leichtigkeit, die es nur im Wasser gibt. Von Verena Patel

Christian Frenssen strahlt über das ganze Gesicht. Er war schon morgens schwimmen, kann aber gar nicht genug bekommen davon. Deshalb ist er am Nachmittag noch mal ins Stockumer Rheinbad gekommen, diesmal, um das neue 50-Meter-Becken zu testen. Besonders freut er sich auf den Anblick, wenn beim Kraulen die Morgensonne in die neue Halle scheint. 15 Leser und ihre Freunde oder Familienmitglieder konnten jetzt als Erste im neuen Becken, das 15,7 Millionen Euro gekostet hat, schwimmen. Zwar war es kein "Jungfernsprung", denn um die einzelnen Bahnen abzutrennen, waren bereits Mitarbeiter der Bädergesellschaft im Becken gewesen, aber für viele eine lang ersehnte Premiere. Susanne Lieboner (60) schwimmt bereits regelmäßig, seitdem sie zwölf Jahre alt ist. Auch ihr Freund wäre gern mitgekommen, war aber verhindert. "Ich liebe Wasser", sagt sie, und in ihrem Gesicht scheint etwas aufzugehen. In seinem Element sein.

Schwimmen ist zwar ein Individualsport, kann aber auch verbinden, wie bei Uta Stallnig (69) und Hossein Pishkar (27). Stallnig war gerade in der U-Bahn und fragte eine aussteigende Mitfahrerin vergeblich nach dem Weg zum Rheinbad, als Pishkar das bemerkte. "Ich gehe auch schwimmen, ich zeige es ihnen". Da die 69-Jährige ohne Begleitung zur RP-Aktion war, lud sie kurzerhand den jungen Mann ein, der ihr so nett geholfen hatte. "Ich war seit 2009 nicht schwimmen", sagt Stallnig. "Das war alles wie Zufall." Sie lächelt. Hossein Pishkar studiert Dirigieren an der Robert-Schumann-Hochschule und hält sich bei seinem körperlich anstrengenden Job gerne mit Schwimmen fit. "Und jetzt habe ich auch noch eine neue Freundin gefunden."

Max Malsbenden (13) und Rosalie Bauerle (12) kannten sich schon und freuten sich, einander beim Schwimmen wiederzutreffen. Sie gehen am Humboldt-Gymnasium in die gleiche Klasse. Rosalie zieht seit einem halben Jahr im Verein ihre Bahnen. Auch ihr Vater Thomas Bauerle (48) fand das Schwimmen im großen Becken eine "gute Abwechslung zu der Baustelle, die wir zu Hause gerade haben". Er lacht. Ein Kompliment macht er dann auch noch der Stadtverwaltung: "Wir haben es wirklich gut in Düsseldorf. Welche Stadt investiert schon so viel in den Sportbereich?!"

Morgen von 14 bis 19 Uhr können Schwimmer kostenfrei im Rheinbad die neue Beckenlänge von 50 Metern auskosten. Bis 14 Uhr ist das Bad geschlossen. FOTO: Endermann, Andreas (end)

1500 Meter sind die liebste Strecke von Ute Hanndorf (52). Um richtig ausholen zu können, fuhr sie auch schon mal nach Krefeld oder Mönchengladbach. Jetzt ist der Weg aus Unterrath angenehm kurz. Neben der Größe des Beckens findet sie auch an der Wassertemperatur Gefallen. "Sehr angenehm, wenn man richtig durchziehen will." 26 Grad warm soll das Wasser sein, sagt Badleiter Harald Jansen. Schließlich werden Sportschwimmer und auch Wasserballer erwartet. Für Wettkämpfe kann das Becken auch durch ein hochfahrbares Bodenstück unterteilt werden. An einem Ende des Beckens gibt es einen LED-Bildschirm, auf den eine Trainingsuhr projiziert werden kann. Darauf gibt es vier Sekundenzeiger in unterschiedlichen Farben, damit sich Schwimmer an ihnen orientieren können. Und wer beim Trainieren lieber seinen Gedanken nachhängt, kann Flugzeuge beim Landeanflug beobachten.

Die 50-Meter-Bahn wird auf voller Länge montags bis freitags von 6 bis 8 Uhr und von 17 bis 19 Uhr geöffnet sein. 

Quelle: RP
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