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Karneval
"Scharf wie Mostert" - so kommt das neue Motto bei den Düsseldorfern an

Karneval: "Scharf wie Mostert" - so kommt das neue Motto bei den Düsseldorfern an
Miriam Seegers vom Gewürzhaus in der Altstadt freut sich über das Motto.
Düsseldorf. "Düsseldorf - scharf wie Mostert" - das Karnevalsmotto für die kommende Session hatte das Comitee Düsseldorfer Carneval am Montag bekanntgegeben. Ob die Düsseldorfer das Motto auch scharf finden?

Elke Bonrath (54) ist nicht begeistert. "Das ist ungewöhnlich, hört sich aber etwas seltsam an", findet die Demenzpflegerin. Sie wünscht sich, dass das Motto enger mit sozialen Themen aus Düsseldorf verknüpft ist, "damit die Bürger darauf aufmerksam werden." Die Mitinhaberin des Gewürzhauses in der Altstadt, Miriam Seegers (50), ist dagegen begeistert vom neuen Motto. "Das ist natürlich super für uns, das wird hoffentlich eine gute Werbung", sagt Seegers strahlend. Mit dem Motto der vergangenen Session, "Traumhaft jeck", konnte sie nicht viel anfangen: "Da habe ich mich gefragt, was das bedeuten soll, das war bei manchem Motto so."

Eva Pfeil hat gerade im Gewürzhaus eingekauft. Sie hat am Morgen von dem neuen Motto erfahren und ist etwas enttäuscht. "Ich finde es gewöhnungsbedürftig, das Wort "scharf" ist mir da zu zweideutig", sagt die 65-Jährige. Es sei an sich nicht schlecht, entspreche nur nicht ganz ihrem Geschmack.

Im Senfladen an der Bergerstraße kommt das neue Motto gut an. "Da kann man bestimmt was draus machen, der Hoppeditz springt ja zum Beispiel auch aus der Löwensenf-Tonne", sagt Verkäuferin Angelika Janssen (47).

Elke Bonrath fände einen politischen Bezug zur Stadt besser. FOTO: anma

Der Schüler Nelson Saluciano feiert zwar gerne Karneval, ist mit den offiziellen Dingen wie dem Motto aber nicht vertraut. Allerdings spricht ihn "Düsseldorf - scharf wie Mostert" nicht so sehr an wie das Traumhaft-jeck-Motto: "Da sehe ich nicht so den Bezug zum Karneval", meint der 19-Jährige. Auch die Studentin Astrid Klein (22) ist nicht ganz überzeugt. "Es ist okay, aber nicht überwältigend", findet Klein.

Fritz Antonin (71), dessen Sohn Steve am Montag seinen Film über Wagenbauer Jacques Tilly im Cinema vorgestellt hat, ist da anderer Meinung. Ihm gefällt das neue Motto sehr: "Ich glaube, dass man da ganz viel draus ziehen kann, für die Wagen und die Verkleidungen", sagt Antonin.

Auch Fritz Antonin glaubt, dass das neue Motto ein Erfolg wird.
(anma)
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