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Komödie
Schuhkartons werden zu Bühnen-Dekoration

Komödie: Schuhkartons werden zu Bühnen-Dekoration
(v.l.) Marco Knorz, Manon Straché, Rolf Berg, Nadine Arents und Gaby Blum spielen vor Verpackungen von Düsseldorfer Schuhhäusern. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. "Mit oder ohne Tutu?", fragt Manon Straché. "Und soll ich auch die Ente anziehen?" Regisseur Florian Bettermann nickt. Die Schauspielerin verschwindet kurz, taucht im Tüllröckchen und mit Minnie-Maus-Shirt wieder auf. Auch ihre Ensemble-Kollegen Nadine Arents, Gaby Blum und Marco Knorz eilen herbei und nehmen ihre Position ein.

"Immer lächeln und einen langen Hals machen", kommandiert Manon Straché. Letzter Feinschliff mit Choreograph Fabian Broermann für die Ballett-Nummer bei "Schwanensee in Stützstrümpfen", morgen ist Premiere in der "Komödie". Rolf Berg spielt den Inhaber eines Schuhgeschäfts, das vor der Pleite steht. Es liefert auch die Kulisse, die Kartons im Regal sammelte Theaterchefin Katrin Schindler bei Düsseldorfer Schuhgeschäften ein. Von der Wand blickt streng der Firmengründer. "Ein auf alt getrimmtes Foto meines Vaters", verrät Rolf Berg und lacht: "Hier möchte man nicht arbeiten, oder?"

Um den Laden zu retten, denken sich die drei Verkäuferinnen einen raffinierten Plan aus: Wer ihren Ballett-Auftritt sehen will, muss vorher ein Paar Schuhe kaufen. Alle drei Schauspielerinnen haben Tanzerfahrung, "aber bei mir ist das 49 Jahre her", gibt Straché freimütig zu. "Der Kopf hat das Wissen parat, nur der Körper wollte erst nicht so recht." Fabian Broermann lobt seine Schützlinge: "Ich bin stolz auf euch." Er hat die Original-Choreographie von "Schwanensee" vereinfacht: "Erstmals kann man auf dieser Bühne klassisches Ballett erleben." Der Inhalt des Stücks erinnert an "Ladies Night", wo eine Männer-Striptease-Show Geld einbringen soll. "Stimmt, nur ohne nackig", so Straché. Es sei eine Komödie über verpasste Gelegenheiten, alle Beteiligten hätten die Chance, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. "Die drei Frauen haben Not", merkt Regisseur Bettermann an. "Sie muss auch erkennbar sein, sonst wirkt es nicht komisch. Ein heiter-besinnnliches Stück, es passt perfekt in die Weihnachtszeit."

(go)
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