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Österreichs Außenminister
Sebastian Kurz lässt Gäste im Ständehaus staunen

Ständehaus-Treff mit Österreichs Außenminister Sebastian Kurz
Ständehaus-Treff mit Österreichs Außenminister Sebastian Kurz FOTO: Bretz, Andreas
Düsseldorf. Erst 30 Jahre alt und schon Außenminister und Kanzlerkandidat in Österreich. Sebastian Kurz überzeugte beim Ständehaus-Treff als leidenschaftlicher Politiker und geschickter Diplomat. Von Brigitte Pavetic

Der Spruch "Nomen est omen" wird sich bei ihm vermutlich nicht bewahrheiten, denn der Durchmarsch von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz deutet weniger auf eine kurze Karriere hin, sondern auf eine, die sich schnell fortentwickeln wird. Kurz saß am Montag beim 73. Ständehaus-Treff auf dem Podium und stellte sich den Fragen von RP-Chefredakteur Michael Bröcker.

Im Oktober wird der erst 30-jährige Kurz, der ohnehin schon viele hoch angesehene Ämter bekleidet, für das Amt des Bundeskanzlers in der Alpenrepublik kandidieren. Der Politiker verteidigte im Gespräch leidenschaftlich seine Flüchtlings- und Außenpolitik, erläuterte sie mit großem Detailwissen. Bei heiklen Fragen zum deutsch-österreichischen Verhältnis erwies er sich zudem als geschickter Diplomat.

Mächtig Eindruck machte der junge Mann damit auf viele der gut 550 Gäste im Foyer des Museums K21 am Kaiserteich. Kurz sei ein begabter Stratege und Taktiker, "der jetzt beweisen muss, dass er eine starke Vision für Österreich entwickeln kann", sagte Ernst Primosch, CEO und Chairman von Hill+Knowlton Strategies und übrigens auch Österreicher. Er selbst war mit 30 in Wien und als Manager bei Henkel CEE eingestiegen.

Fünf Fragen an Österreichs Außenminister Sebastian Kurz

"Werbepapst" Coordt von Mannstein startete mit 30 seine Karriere in der politischen Kommunikation und machte eine Veröffentlichung zum Thema Frieden. Kienbaum-Partner Jürgen Siebert stieg nach seinem BWL-Studium in die Personalberatung ein, Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte erklärte gut gelaunt: "Erst geheiratet, dann gearbeitet. Genau in der Reihenfolge." Kirsten Schubert, Autorin und Familienunternehmerin, studierte mit 30 in Graz. Und Apo-Bank-Chef Ulrich Sommer war da noch bei der Stadtsparkasse Solingen.

Zu den Gästen zählte auch Serbiens Generalkonsul Nebojsa Kosutic, der mit seinem ungarischen und tschechischen Amtskollegen an einem Tisch saß: Balázs Szabolcs Szegner und Robert Otepka. Auch Frankreichs Generalkonsul Vincent Muller gab sich die Ehre, der neue Landtagspräsident André Kuper und Oberbürgermeister Thomas Geisel. Angemeldet hatten sich zudem Johannes Teyssen (E.ON-Vorstandsvorsitzender), Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel und Andreas Kötter (Geschäftsführer Westlotto).

 
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