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Ausstellung
Studenten zeigen im Rathaus Poster zur Obdachlosigkeit

Ausstellung: Studenten zeigen im Rathaus Poster zur Obdachlosigkeit
Hochschul-Student Aladin Cabart vor dem Plakat, das der 27-Jährige gestaltet hat. Es ist Teil einer Ausstellung im Rathaus. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Als Student des Fachbereichs Design der Hochschule Düsseldorf hat sich Aladin Cabart gefreut über die Aufgabe, unter dem Motto "Out of home" ein Protest-Plakat zum Thema Obdachlosigkeit zu gestalten. "Wenn man etwas macht, das Sinn hat, steckt man mehr Energie rein und es macht auch einfach Spaß", sagt der 27-Jährige.

Für die Aufgabe ist er über die Königsallee gelaufen und hat vor einem umgebauten Geschäft den Fiftyfifty-Verkäufer Thomas getroffen und ihn in aufrechter Haltung mit der Zeitung in der Hand portraitiert. Daneben die Zeile: "Thomas, 39, selbstständig". Im Wettbewerb des Projekts wurde das Motiv von einer professionellen Jury mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Cabarts Arbeit und die seiner Kommilitonen sind zurzeit im Foyer des Rathauses für die Öffentlichkeit zu sehen. Die Ausstellung schärfe den Blick für das Thema Obdachlosigkeit und lenke zugleich die Aufmerksamkeit auf das 20-jährige Bestehen der Obdachlosen-Zeitschrift Fiftyfifty, sagte Bürgermeister Günter Karen-Jungen bei der Ausstellungseröffnung. Hubert Ostendorf, Geschäftsführer und Chefredakteur von Fiftyfifty, erklärte, dass sich die Verkäufer durch ihre Tätigkeit mit ihren Kunden auch ein Netzwerk auf der Straße aufbauen würden. Im Gegenzug seien die Verkäufer aber auch für ihre Kunden da, als Kummerkasten oder Streetworker.

Der Wettbewerbsgewinner Thomas Stralek hatte einen Werbespruch für Bier umgewandelt in "Bitte ein Bett". In einer anderen Arbeit spielte er mit der rot-schwarzen Schrift von Nutella und machte daraus "noteller". Melanie Hartmann und Sarah Stühmer bekamen für ihr Plakat den zweiten Preis. Im Stil von "Wer wird Millionär?" fragten sie "Was ist ein Fiftyfifty-Verkäufer?". Antwort D ist als richtige markiert: "arbeitender Mensch". Sein Preisgeld von 100 Euro hat Aladin Cabart mit dem Fiftyfifty-Verkäufer Thomas geteilt - eben fifty-fifty. "Das war für mich nur die logische Konsequenz", sagt der Student.

Die Plakate sind noch bis 6. Januar im Rathaus, Marktplatz 2, zu sehen.

(stz)
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