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Linda Zervakis
Tagesschau-Sprecherin kehrt für Lesung zurück

Düsseldorf. Wenn Linda Zervakis morgen im Zakk an der Fichtenstraße in Flingern aus ihrem Buch liest, bedeutet das für die Hamburgerin eine Rückkehr in eine Stadt, die sie vor allem von der Arbeit kennt.

Jedoch nicht aus ihrer Zeit als Sprecherin der 20-Uhr-Tagesschau, die sie seit 2013 ist, sondern davor, als sie gerade ihr Abitur gemacht hatte. Nach der Schule machte sie Mitte der 1990er Jahre ein Praktikum bei der Werbeagentur BBDO und arbeitete anschließend drei Jahre als Werbetexterin.

"Ich habe während meiner Zeit bei BBDO auch für Waschmittel und Spülmaschinen Tabs der Firma Henkel zu tun gehabt. Hin und wieder musste ich als Texterin mit in das riesige Firmengebäude, wenn es beispielsweise um einen Relaunch einer Marke ging", sagt Zervakis. Später wechselte sie die Branche und begann ihre Karriere als Journalistin.

So bewarb sie sich fürs Radio, ging zum NDR-Hörfunk und kam darüber dann zum NDR-Fernsehen. 2010 wurde sie Sprecherin der Tagesschau. Drei Jahre später wurde sie Sprecherin der Hauptausgabe.

Ein anderes großes Unternehmen der Landeshauptstadt war dafür verantwortlich, dass sie auch als bekannte Moderatorin noch häufiger an den Rhein kam. "Später führte mich mein Weg auch immer mal wieder nach Düsseldorf, weil ich für Vodafone Business TV moderiert habe. Dadurch habe ich zum einen den Firmensitz, aber auch zahlreiche Filialen kennengelernt", sagt die 39-Jährige.

Im Zakk erzählt Linda Zervakis aber mehr von ihrer Kindheit und Jugend in Hamburg. Diese verbrachte sie zu einem großen Teil in einer Institution, die ihre Heimatstadt mit dem Rheinland teilt: dem Kiosk. Ihre Eltern, die in den 1960er Jahren aus Griechenland in die Bundesrepublik gekommen waren, betrieben einen kleinen Laden im Hamburg-Harburg.

Die Besonderheit dieses Ortes und die kuriosen Begegnungen, die sie dort erlebte, beschreibt sie in ihrem Buch "Königin der bunten Tüte".

Manche Menschen, die sie in dieser Zeit traf, gingen ihr nicht aus dem Kopf. So denke sie zum Beispiel immer noch an den stotternden Johnny mit dem Spinnennetz-Tattoo im Gesicht. "Der war ein Knacki, aber im Grunde hat ihm nur das Leben übel mitgespielt. Mir ist es wichtig, dass wir in unserer privilegierten Welt nicht den Blick verlieren für Menschen, denen es nicht so gut geht, für die Außenseiter", sagt Linda Zervakis

Die Rheinische Post verlost 2 x 5 Karten für die morgige Lesung von Linda Zervakis im Zakk an der Fichtenstraße 40. Wer bis heute, 14 Uhr, eine E-Mail mit Name und Telefonnummer an stadtgespraech@rheinische-post.de schreibt, kann gewinnen. Die Lesung beginnt um 20 Uhr.

(jaw)
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