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Jaqueline Rubino
Talent geht auf Wohnzimmertournee

Jaqueline Rubino: Talent geht auf Wohnzimmertournee
Jaqueline Rubino ist bereits vor 700 Zuschauern in der Tonhalle aufgetreten. Nun spielt die Studentin in Düsseldorfer Wohnzimmern. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Vor drei Jahren trat Jaqueline Rubino in der Tonhalle auf. Vor 700 Zuschauern sang sie ihren eigenen Song "The Way I Do". Zusammen mit acht anderen Teilnehmern hatte sie damals das Finale des zweiten Düsseldorfer Newcomer Festivals "Ton-

talente" erreicht. Den Wettbewerb gewann sie nicht, aber das Erlebnis hat sie bestätigt, weiter Musik zu machen. "Das war eine super Erfahrung", erzählt die 22-jährige Singer-Songwriterin im Caffé Enuma beim Ingwertee.

In dem gemütlichen Lokal an der Brunnenstraße tritt Jaqueline Rubino am Sonntag, 6. Dezember, bei einer vorweihnachtlichen Lesung von Freunden auf. Auch an den anderen Wochenenden ist sie eigentlich immer mit ihrer Gitarre unterwegs. Im Sommer singt sie auf Hochzeiten. Für den Winter, in dem erfahrungsgemäß nur wenige Paare heiraten, hat sie eine Wohnzimmertournee organisiert. Dafür hat sie sich einen Sponsor gesucht und bringt nun zu jedem Konzert einen Kasten Altbier mit. "Es ist schöner, wenn man ein Geschenk mitbringt", sagt sie und wirkt dabei sehr patent. Trotz ihrer eher zierlichen Erscheinung strahlt sie eine natürliche Autorität aus, wie man es bei vielen Menschen beobachten kann, die machen, was sie lieben.

Dass die Dinge, die Jaqueline Rubino anpackt, auch gelingen, kann man auf der Internetseite ihrer Agentur nachlesen. Brautpaare, bei deren Hochzeit sie gesungen hat, loben dort Jaqueline sehr als Musikerin, Mensch und Dienstleisterin. "Das läuft ganz gut", sagt sie und lächelt. Sie mag diese sehr emotionalen Feiern. "Jede Hochzeit ist anders. Und wenn die Menschen vor Rührung weinen, weine ich mit." Für diese Aufträge hat sie sich ein großes Repertoire an Coversongs angeeignet. Auf der Wohnzimmertournee kann Jaqueline ihre eigenen Songs spielen. 2016 möchte sie eine CD aufnehmen. Und natürlich hat sie den Traum, als Musikerin groß rauszukommen. Was für sie aber nicht in Frage kommt, ist in eine Casting-Show zu gehen.

Zielstrebig und ehrgeizig ist die gebürtige Düsseldorferin, die in Rath lebt. Jedoch stieß ihr Wunsch nach einer Musik-Karriere zunächst bei ihrem Vater auf große Skepsis. So beschloss sie, erst einmal etwas Richtiges zu machen und studiert nun im fünften Semester Kommunikationsdesign. Seit dieser Zeit hat sich aber ihr Schwerpunkt ins Musikalische verlagert. Und dabei hat auch Jacquelines Vater gemerkt, dass ihre Musik ankommt; er unterstützt sie und fährt sie zu Auftritten.

Bislang hat sich Jaqueline alles selbst erarbeitet, hat nie Gesangs- oder Gitarrenunterricht genommen. Auf dem Humboldt-Gymnasium hat sie die Zeit im Chor geliebt. Aber eine musikalische Ausbildung wünscht sie sich schon. Nach dem Bachelor möchte sie Musik studieren. Doch die Auswahlverfahren sind hart, und sie muss jede Menge Musiktheorie lernen. Egal - an ihrem Ziel wird sie nicht rütteln. "Ich setze auf Plan A. Einen Plan B finde ich langweilig." Sonja schmitz

Quelle: RP
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