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Typologie der Superstars

Besucher: Typologie der Superstars
Rod Stewart zeigte im Dome seine Entertainer-Qualitäten - und blieb ansonsten zurückhaltend. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Ab und zu muss die Polizei kommen. Wenn in Düsseldorf internationale Stars der Musikszene absteigen, reicht der Platz auf dem Bürgersteig vor dem Breidenbacher Hof zuweilen nicht mehr aus. Dann stehen die Fans auf der Fahrbahn und blockieren eine, dann zwei Spuren. Das war so beim Gastspiel von Depeche Mode, als die Theodor-Körner-Straße gesperrt werden musste. Auch bei Paul McCartney wurde es eng. Und wie gehen die Stars mit dem Interesse um? In diesem Jahr sehr unterschiedlich, wie unsere Typologie der Stars zeigt.

Die Lauten Hallo, hier sind wir! Während andere Stars Geheimniskrämer sind, schätzt die britische Metal-Band Iron Maiden den großen Auftritt. Für ihr Konzert bei "Rock im Revier" in Dortmund reiste die Gruppe um Bruce Dickinson Ende Mai mit ihrer Boeing 747-400, genannt "Ed Force One", an. Der Flughafen gab im Vorfeld extra eine Pressemitteilung heraus, um darauf hinzuweisen, dass die Besucherterrasse nur für 1000 Besucher ausgelegt ist. Die Plattform war zur Ankunft voll, die Band nächtigte nach dem Konzert im Hotel Interconti an der Kö.

Der Lockere Er war mal wieder da. Alles easy im Wonnemonat, versteht sich. Und wer wie Udo Lindenberg mal im Breidenbacher Hof Liftboy war, wohnt beim Düsseldorf-Trip auch wieder im besten Haus am Platz. Udo feiert mit den Angestellten bei der Weihnachsfeier und spaziert ganz locker über die Kö. Ziel ist gerne der Zigarren-Shop in der Grünstraße, wo er mit Hoteldirektor Cyrus Heydarian eine Havanna pafft.

Der Stilvolle An English Man nicht in New York, sondern in Düsseldorf. Und er hat Stil. Paul McCartney ist nicht umsonst zum Sir geadelt worden. Er kommt im Mai im Privatjet an, sieht am Flughafen die Fotografen stehen, fährt die Scheibe runter und winkt ihnen zu. Am Tag des Konzertes in der Arena nimmt er nicht etwa die heimliche Abfahrt durch die Tiefgarage. Da Hunderte Fans seit Stunden vor dem Hotel stehen, kommt er durch den Haupteingang, winkt, lässt sich in aller Ruhe fotografieren, schreibt Autogramme - und postet mit Lob fürs schöne Düsseldorf ein Filmchen auf Facebook. Well done, Sir Paul.

Die Super-Diva Eigentlich sollte man ja meinen, dass man das Wort Diva nicht steigern kann. Doch Beyoncé (34) belehrte die Düsseldorfer eines besseren. Denn wer sogar seine Ankunft am Flughafen so choreografiert, dass Fans kaum einen flüchtigen Blick auf die so berüchtigte Hinteransicht erhaschen können und seine Fans keines Blickes würdigt, muss eine Super-Diva sein. Kurzfristig entschied die Sängerin dann auch noch, nicht um 20.45 Uhr, sondern schon um 19.30 Uhr auf der Arena-Bühne zu stehen, tauchte dann aber erst um 20.10 Uhr auf.

Die Coolen Sie haben einfach die Ruhe weg. Wenn Angus Young und seine Kumpels von AC/DC in Düsseldorf erscheinen, sind sie auf der Straße leicht zu übersehen. Da stehen sie mal vor dem Breidenbacher auf der Straße und rauchen, Angus Young schaut im Kaufhof vorbei und hat natürlich Interesse an schwarzen Lederjacken. Fotografieren? Kein Problem. Als sie jetzt im Juni mit Axl Rose als Gastsänger anrückten, befürchteten sie einen Hype, aber es blieb wieder einmal, klar: ganz cool.

Der Unauffällige Im Vorfeld seines Konzerts gab Rod Stewart freundlich Interviews - aber jenseits des umjubelten Auftritts im Dome hielt er sich vornehm zurück. Der Musiker ("Do ya think I'm sexy") konzentrierte sich ganz auf den Konzertabend, Autogrammjäger bekamen den 71-Jährigen (leider!) nicht zu Gesicht. (jaw/semi/ujr/nic)

Quelle: RP
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