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Heimatverein
Ulrich Lehner ist jetzt Ehrenmitglied der Düsseldorfer Jonges

Festabend bei den Düsseldorfer Jonges
Festabend bei den Düsseldorfer Jonges FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Der gebürtige Düsseldorfer Ulrich Lehner ist am Dienstagabend mit der Goldenen Jan-Wellem-Medaille der Düsseldorfer Jonges ausgezeichnet worden. Für die Musik sorgte der ehemalige Henkel-Vorstandsvorsitzende zeitweise selbst. Von Uwe-Jens Ruhnau

Der Festabend für die Ehrenmitglieder gehört im Kalender der Düsseldorfer Jonges zu den wichtigsten Terminen. Manchmal gehen die Abende als Sternstunden in die Vereinschronik ein. Die Verleihung der Großen Goldenen Jan-Wellem-Medaille - die höchste Auszeichnung des Vereins, die auch die Ehrenmitgliedschaft bedeutet - an Ulrich Lehner gehört in diese Kategorie.

Der gebürtige Düsseldorfer war Henkel-Vorstandsvorsitzender und IHK-Präsident, wird als einflussreichster Aufsichtsrat in Deutschland bezeichnet - und ist gleichzeitig als sehr bodenständig bekannt, unprätentiös und nahbar. Marathonläufer und Musiker, schlagfertig und mit Humor, engagiert für viele Düsseldorfer Anliegen, etwa für Schauspielhaus und Oper.

Das alles arbeitete im dicht gefüllten Henkel-Saal Werner Wenning heraus, einst Vorstandschef der Bayer AG und heute dort Aufsichtsratschef. Ihn hatte Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven als Laudator gewinnen können, und das war nicht nur eine hervorragende Wahl, weil da der eine Top-Manager über den anderen sprach, sondern ein Freund über den anderen. Das sagte Wenning auch deutlich, und deshalb blieb er auch bei diesem offiziellen Anlass beim Du, "nach bald 30 Jahren Freundschaft und vielen gemeinsam verlorenen Skatrunden". Lehner sei "immer ein Weltbürger in Düsseldorf und gleichzeitig ein Düsseldorfer Botschafter in der Welt" gewesen. Einer, der Brücken geschlagen habe. Er nannte beispielhaft das Logo des Henkel-Konzerns auf der Chinesischen Mauer. Ein Dank für die Sanierung eines 747 Meter langen Stücks der Chinesischen Mauer mit Henkel-Produkten in den 1980er Jahren.

Wenning frotzelte auch, der heimatverbundene Lehner habe keine Ahnung vom Fußball, aber vielleicht werde er sich ja bald auch für die Fortuna engagieren. Da waren die Lacher programmiert. Natürlich wurde auch gestaunt, denn Lehner, "der Woody Allen der deutschen Industrie", stand auch gestern Abend am Bass auf der Bühne und spielte mit Wolf Doldinger (Saxophon) Jazz. Die Jonges feierten den Geehrten mit "standing Ovations". Lehner dankte, betonte seine Heimatliebe und schob einen Werbeblock ein: Düsseldorf sei wie Persil - da wisse man, was man habe. Ernster Zwischenton: Er appellierte an die Ratspolitiker, die Kunst- und Kulturstadt zu erhalten. 

Quelle: RP
 
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