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Wahrzeichen
Unterrath hat einen Rheinturm aus Lego

Wahrzeichen: Unterrath hat einen Rheinturm aus Lego
4,80 Meter misst der Legoturm, den Johannes Buchwald (r.), hier mit seinem Sohn Paul, gebaut hat. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Das Ergebnis der Kombination eines Hochzeitgeschenkes, einer Rheinturm-Besichtigung und eines neunjährigen Neffens ist derzeit auf dem Grundstück von Johannes Buchwald zu bestaunen: ein fast fünf Meter hoher Lego-Rheinturm.

"Als ich mit meinen Neffen spielte, kam mir die Idee, den Turm nachzubauen", sagt Buchwald. Zuvor hatten beide den Rheinturm besichtigt. Sofort machten sie sich ans Werk und bauten zunächst eine kleine - aber immerhin gut zwei Meter hohe - Replik des Düsseldorfer Wahrzeichens. "Der war mir aber irgendwie zu klein, deshalb begann ich dann am größeren Modell zu tüfteln", sagt er. Um auch alle Details zu erfassen, besorgte er sich beim Architektenbüro die Maße zweier Stellen des Turms. "Da war es dann nicht schwer, die Verschlankung zu errechnen", sagt der Kommunalbeamte. Wohl aus Sicherheitsgründen wollte man ihm nicht die Original-Baupläne geben. "Im Internet habe ich aber immerhin einen Bauplan des Kopfes gefunden, den ich dann originalgetreu nachbauen konnte." Herausgekommen ist ein Modell im Maßstab 1:50. Der rund 4,80 hohe Lego-Turm wiegt gut 36 Kilogramm und besteht aus etwa 25.000 einzelnen Legoteilen.

Für Johannes Buchwald war es indes nicht das erste Lego-Großprojekt. Auch den Pariser Eiffelturm hat er schon nachgebaut. "Das war aber deutlich einfacher, da er an allein Seiten gleich aussieht", sagt er. Zugleich hätte er dieses Modell auch ohne Sorge nach draußen stellen können. "Das ist beim Rheinturm anders. Der ist sehr windanfällig. Daher können wir ihn in fünf Teile zerlegen und drinnen lagern", sagt Buchwald.

Den Beginn seiner Lego-Passion markierte ein Gutschein als Geschenk zur Hochzeit. "Davon habe ich mir meine erste eigene Lego-Kiste gekauft", erklärt der Unterrather. Und es sollte nicht bei einer bleiben, so dass es auch kein Problem war, den Turm zu bauen. "Die Steine hatte ich schon zu Hause. Nur nicht so viele in grauer Farbe, daher ist der Turm jetzt bunt", sagt er. Tatsächlich ähnelt er nun dem Innenraum der Arena. "Das passt dann ja irgendwie auch wieder zu Düsseldorf", meint Buchwald.

Fasziniert haben ihn die Plastik-Rechtecke schon früh. "Ich war immer an den kleinen bunten Steinen interessiert. Das habe ich von meinem Vater", erzählt der 53-Jährige. Am Ende war der Turm-Bau dann auch ein echtes Familienprojekt. Denn auch seine Söhne halfen mit und sorgen dafür, dass der Rheinturm auch seine einzigartige Uhr erhält. Sohn Jakob baut derzeit an der Lichtkonstruktion im Innern des Turms. "Die einzelnen LED-Leuchten sind an einen Micro-Chip angeschlossen, der dann die Uhr steuert", sagt der 17-Jährige. Für die Reihenfolge, in der die Lichter erleuchten sollen, hat er ein Computerprogramm geschrieben, mit dem der Micro-Chip gesteuert wird. Gelernt hat der Schüler das im Berufskolleg beim Technikunterricht.

Wenn nichts dagegen spricht, soll das bunte Modell bald im katholischen Gemeindezentrum aufgestellt werden. Dem Diakon wird ebenfalls ein gewisser Hang zu den Plastiksteinen nachgesagt. "Wie ich hörte, baut er aber lieber Kathedralen", sagt Buchwald.

Maximilian Krone

Quelle: RP
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