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Vhs-Semestereröffnung
US-Wahlkampf interessiert auch Düsseldorfer

Düsseldorf. Dass der Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl auch die Bürger der Stadt brennend interessiert, zeigte sich bei der Semestereröffnung der Volkshochschule am Dienstagabend. Rund 100 Gäste kamen zum Vortrag des amerikanischen Politikwissenschaftlers Andrew Denison, der über die Nachfolge Obamas sprach. "Noch nie waren die Kandidaten so unbeliebt", gab der bekennende Demokrat zu, der schon seit Jahren in Deutschland lebt.

Er betonte aber, dass Europa ein wichtiger Partner der USA sei. Egal, wie die Wahl ausginge, müsse man weiterhin zusammenarbeiten. "Denn besonders Deutschland kann mit Amerika die Probleme der Zukunft lösen", so Denison. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, die bei der Semestereröffnung ein Grußwort sprach, ist sich sicher, dass das Wahlergebnis auch Düsseldorf beeinflussen wird. "Wir werden als weltoffene Stadt sicherlich Veränderungen bemerken, sollte Trump an die Macht kommen", sagte Zepuntke.

Schon jetzt würden Themen wie TTIP und CETA öfters in den Ratsausschüssen behandelt werden. Auch Dietrich Knapp, Leiter der evangelischen Stadtakademie und Mitorganisator des Abends, zeigte großes Interesse an Denisons Vortrag. "Das Thema ist topaktuell und wir sind sicher alle gespannt, wer Obamas Nachfolge antritt", meinte Knapp. Eine Prognose über den Wahlausgang gab Denison nur auf Nachfrage eines Zuschauers ab.

"Ich halte mich an die Wettbüros im Internet, bei denen es 80 zu 20 für Hilary Clinton steht", sagte Denison. Über den Zuruf aus dem Publikum, dass die Wettanbieter schon beim Brexit daneben lagen, lachte er einfach hinweg.

(sdt)
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