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Karneval
Venetia Sara näht alle ihre Kleider selbst

Düsseldorf. An die Kleider einer Venetia werden mindestens so hohe Ansprüche gestellt wie an hochwertige Outdoor-Mode: Sie müssen ihre Trägerin schmücken, zudem einen Tag mit bis zu 20 Terminen überstehen und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Dass die acht Abendkleider von Venetia Sara diesen Ansprüchen genügen, weiß sie bereits. Denn die 30-Jährige hat all ihre Roben selbst entworfen und genäht.

Sara Flötmeyer hat 2005 eine Ausbildung zur Maßschneiderin begonnen und hat anschließend Modedesign studiert. In Oberkassel unterhält sie das Label Saralina, das sie während ihrer Studienzeit gegründet hat. Lediglich drei der acht Kleider haben die Düsseldorfer bereits bei Auftritten gesehen. Darunter ist auch ihr Lieblingskleid, das sie vor anderthalb Wochen bei der Prinzenpaarkürung in der Rheinterrasse getragen hat. "In dem Kleid stecken 25 Meter Stoff", erzählt die Venetia. 42 Stunden "und die ein oder andere Nachtschicht" habe sie gebraucht, um es fertigzustellen. Auch ihr Partner, Prinz Hanno, hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Venetia gut aussieht. Mit einem Rockabrunder ist er seiner Partnerin bei der Arbeit zur Hand gegangen. Beim Abstecken hatte Sara Flötmeyer zudem professionelle Hilfe von einer Kollegin.

Das Abendkleid macht das Outfit der Venetia noch lange nicht komplett. Hinzu kommen noch Schmuck, Cape, Schal und Weste. Dafür sind ebenfalls Düsseldorfer verantwortlich: Der Schmuck stammt von Juwelierin Gabriela Uphaus, Cape, Schal, Weste und Armstulpen von dem Label Unechta von Bärbel Zech und Natalia Faktorova. Ihr sei es wichtig, sagt Sara Flötmeyer, dass sie als Düsseldorfer Venetia auch Mode von lokalen Designern trägt. Auch die Auswahl der Accessoires war zeitaufwendig. Mit ihren Abendkleidern besuchte Sara Flötmeyer das Geschäft von Gabriela Uphaus an der Königsallee. Dort suchten sie gemeinsam für jedes Kleid passende Schmuckstücke aus. Bei den wärmenden Kleidungsstücken von Unechta legte sie sogar selbst Hand an. Aus dem Stoff, der auch von der Firma Steiff Schulte für die berühmten Kuscheltiere verwendet wird, nähte sie innerhalb von acht Stunden ihr eigenes Cape. Es ist das dritte Mal, dass eine Venetia auf tierischen Pelz verzichtet: So trug bereits Pia Örtel 2014 keinen Pelz, Claudia Monréal wählte in diesem Jahr erstmals Kunstpelz. "Mit dieser Entscheidung setzen wir auch ein Zeichen", sagt Venetia Sara.

Anregungen für ihre Arbeit als Modedesignerin holt sich Venetia Sara unter anderem aus Magazinen und Fernsehen. "Ich habe da einen Blick drauf", sagt sie. Für den Rückenausschnitt ihres goldenen Pailletten-Kleids ließ sie sich von der Schauspielerin Audrey Hepburn inspirieren.

Trotz ihres hohen Amtes sind die Schmückstücke, die die Venetia während der Session trägt, nur geliehen. Sie können anschließend erworben werden.

(jaw)
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