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Fünf Lieblingsorte Philine Cremer
Verliebt in das andere Düsseldorf

Fünf Lieblingsorte Philine Cremer: Verliebt in das andere Düsseldorf
Als Philine Cremer nach Düsseldorf gezogen ist, wohnte die 35-Jährige am Stresemannplatz, den sie zu ihren Lieblingsorten zählt. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Aufgewachsen ist sie in Bonn-Bad Godesberg, doch privat hat es Philine Cremer nach Düsseldorf gezogen, wo sie 2012 auf der Ackerstraße eine Galerie mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst aus China eröffnet hat.

Dabei ist sie eigentlich Betriebswirtin. Doch mit der Kunst oder besser im Atelier ihrer Mutter zwischen Leinwänden und Pinseln ist sie aufgewachsen.

"Da mir für ein Leben als Künstlerin das Talent fehlt, habe ich das Experiment gewagt und mich für den Kunstbetrieb entschieden", sagt die 35-Jährige. Von klein auf hat es die überzeugte Rheinländerin in die Ferne gezogen, so war sie bereits 1992 in China - ihr Vater hatte dort oft beruflich zu tun. Wenn das diesjährige Düsseldorf-Köln-Galerien-Wochenende "DC Open" am kommenden Freitag, 2. September, startet, dann präsentiert Philine Cremer bei der Gruppenausstellung "Layered Landscapes) asiatische Kunst im Kontext mit Künstlern aus Europa, Australien und den USA. Übrigens ihr Vorname, der übersetzt aus dem Griechischen "die Liebenswerte" bedeutet, kannten ihre Eltern als Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Unserer Redaktion verrät die Galeristin ihre fünf Lieblingsorte.

Wittlaer und Kaiserswerth Was gibt es für einen schöneren Start in den Tag, als in Wittlaer ein schneller Lauf vorbei an den unzähligen Rheinschiffen, an der Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth, zurück über die Felder, wo gerade die Pferde auf die Koppel gebracht werden? Uns, meinen Mann und die beiden Kinder (1 und 4 Jahre alt) hat es vor knapp einem Jahr ins Grüne gezogen. Der Garten des Ritterguts - ein ehemaliger Vierkanthof, in dem heute mehrere Wohnungen sind -mit Blick auf die alte Mühle ist eine kleine Oase, in der ich richtig gut von meinem Alltag abschalten kann. An Urbanität mangelt es mir nicht, denn ....

Worringer Platz ... davon habe ich in Flingern genug. Die Ackerstraße - angefangen am Worringer Platz ist geprägt von kultureller Vielfalt und einer liebenswerten Nachbarschaft. Nicht zu vergessen, die vielen Galerien und Off Spaces, die man dort findet und die so typisch sind für Düsseldorf und seine Kunstszene. Wenn ich die Ackerstraße bis zum Ende laufe, finde ich zudem alles, was ich für einen perfekten Tag brauche.

Insel Hombroich Düsseldorf und Umgebung begeistern mit zahlreichen Kulturinstitutionen, Galerien und Künstlerateliers. Bemerkenswert ist vor allem das gesamte Areal der Raketenstation Hombroich mit der Museumsinsel Hombroich. Wenn ich Besuch bekomme, dann führt der Weg meist zuerst zu diesem einzigartigen Ort. Dort verschmelzen Architektur und Kunst mit einer wunderbaren Auenlandschaft und erzeugen eine eigenwillige Stimmung. Zudem begeistert mich die intime Atmosphäre in der man die Kunstschätze entdecken kann.

Dolicinella Auch wenn wir nicht mehr in Derendorf wohnen, zieht es mich immer wieder zu den Köstlichkeiten von Fenja Fürer und Diana Struck. Ihr Dolicinella, so heißt das kleine Lokal an der Tannenstraße, ist nicht nur liebevoll eingerichtet, sondern überrascht gern mit ungewöhnlichen Ideen und Feinschmeckereien.

Stresemannplatz Als ich nach Düsseldorf gezogen bin, habe ich zuerst mitten drin am Stresemannplatz gewohnt. Von hier aus habe ich das andere Düsseldorf, das ich vorher noch nicht kannte, schätzen und lieben gelernt. Natürlich ist die Immermannstraße mit ihren japanischen Restaurants und Geschäften überregional bekannt, aber wenn man sich ein wenig weiter vorwagt, gibt es noch so viel mehr zu entdecken. Bis hin zur Stresemannstraße finden sich unzählige koreanische und chinesische Orte fernöstlicher Alltagskultur - eben genau das Richtige für mich. Dagmar Haas-Pilwat

Quelle: RP
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